Steinach muss mehr für Oberstufenschüler bezahlen

STEINACH. Die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler aus Steinach besuchen seit vielen Jahren die Schule in Arbon. Diese Zusammenarbeit beruht auf einem Staatsvertrag zwischen dem Kanton Thurgau und dem Kanton St. Gallen aus dem Jahr 1982.

Drucken
Teilen

STEINACH. Die Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler aus Steinach besuchen seit vielen Jahren die Schule in Arbon. Diese Zusammenarbeit beruht auf einem Staatsvertrag zwischen dem Kanton Thurgau und dem Kanton St. Gallen aus dem Jahr 1982. Das von der Gemeinde Steinach zu leistende Schulgeld beruht auf den Betriebskosten der Sekundarschulgemeinde Arbon (abgekürzt SSG Arbon). Das Schulgeld pro Schüler muss sich aufgrund des Staatsvertrages vor dem Abzug des Staatsbeitrages des Kantons Thurgau berechnen.

Die Thurgauer Finanzverwaltung hat laut Mitteilung des Steinacher Gemeinderats bei einer Überprüfung der Finanzsituation der SSG Arbon festgestellt, dass die Gemeinde Steinach zu wenig Schulgeld entrichtet und der bezahlte Betrag die Betriebskosten nicht zu decken vermag.

Viel in Entwicklung investiert

Die Sekundarschulgemeinde Arbon habe in den vergangenen Jahren viel in die Entwicklung der Schulqualität sowie in die Erneuerung und Modernisierung der Infrastruktur investiert, heisst es in der Mitteilung weiter. Dementsprechend stiegen auch die Kosten. Eine kürzlich durchgeführte externe Evaluation habe die hohe Schulqualität bestätigt.

Eine halbe Million mehr

Die Sekundarschulgemeinde Arbon hat bereits im vergangenen April über die veränderte Berechnungsgrundlage informiert. Der Gemeinderat Steinach habe diese geprüft und als korrekt beurteilt. «Das Schulgeld an die SSG Arbon wird sich dadurch wesentlich erhöhen», heisst es in der Mitteilung. Für die Budgetierung könne immer nur eine Annahme gemacht werden, welche auf den provisorischen Budgetzahlen der SSG Arbon beruht. Aktuell sind dies 24 000 Franken pro Schüler und Schuljahr.

Die Kosten der Schule Steinach werden sich aufgrund der aktuellen Schülerzahl um rund eine halbe Million Franken erhöhen. Die angespannte finanzielle Situation der Sekundarschulgemeinde Arbon zwingt diese indes, den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern eine Erhöhung des Steuerfusses um vier Prozent zu beantragen. (Gk.)

Aktuelle Nachrichten