Steinach erzwingt die Wende gegen den Letzten

Der FC Steinach gewinnt in der 2. Liga trotz eines 0:2-Rückstandes einen Punkt. Im Spiel gegen Schlusslicht Herisau gab er nie auf und wurde dafür belohnt.

Mathias Drdla
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Der Steinacher Jérôme Eberle im Zweikampf mit Herisaus Florian Wieland. (Bild: Urs Bucher (Steinach, 23. Oktober 2016))

Der Steinacher Jérôme Eberle im Zweikampf mit Herisaus Florian Wieland. (Bild: Urs Bucher (Steinach, 23. Oktober 2016))

Das Spiel gegen den Tabellenletzten aus Herisau begann gleich mit einer Aktion der Gäste aus dem Appenzellerland. Der erste Abschluss war aber zu ungenau und so übernahm das Heimteam danach das Spieldiktat. Die Steinacher konnten das Schlusslicht in die eigene Hälfte drängen und kamen mit geringem Aufwand regelmässig zu Torchancen. In der elften Minute kam Simon Weibel völlig freistehend zu einem Kopfball, der knapp am langen Posten vorbeiging. Kurz darauf fehlten dem Abschluss von Jérôme Eberle nur wenige Zentimeter. Nach 24 Minuten kam dann Weibel dem Führungstreffer mit einem Pfostenschuss nach einem Freistoss sehr nahe. Aus dem Nichts dann die Führung für die Gäste. Plötzlich stand Dominik Looser alleine vor dem Tor und versenkte zum 0:1. Jetzt drohte das Spiel komplett zu kippen. Bis zur Pause waren es die Gäste, die aus diesem Tor Energie zogen. Es benötigte in diesen Momenten einen glänzend aufspielenden Luca Alder im Steinacher Tor.

Grober Abwehrfehler führt zum 0:2

Die zweite Halbzeit versuchte das Heimteam mit mehr Willen und Biss angehen. Ausser einem Abschluss von David Angehrn in der 49. Minute tat sich das Heimteam aber weiter schwer. Nur wenig wollte gelingen. Als dann Alessio Curaba in der 55. Minute nach einem groben Abwehrfehler zum 0:2 traf, wurde die Aufgabe für die Steinacher noch schwerer. Der Torschütze profitierte von einem Fehlpass und musste nur einschieben. Das Heimteam gab aber nicht auf und ging entschlossener in die Zweikämpfe. So erkämpfte sich Manuel Bellini kurz vor dem Torwart eine Vorlage von Roger Scherrer und brachte in der 77. Minute nochmal Hoffnung auf die Bleiche. Kurz zuvor hätte Weibel bereits der Anschlusstreffer gelingen sollen. Sein Abschluss aus nächster Distanz ging aber über das Tor. In der 84. Minute ging Angehrn nach einer Ecke entschlossen zum Ball. Der Gästetorhüter konnte nur ungenügend klären und Scherrer traf zum Ausgleich. Die Schlussminuten hatten es auch noch in sich. Erst flog Severin Schwendener nach seiner zweiten gelben Karte innerhalb von sechs Minuten vom Platz, dann konnte Weibel alleine auf Gästetorhüter Zamir Rasimi zulaufen. Er wurde aber noch von einem Verteidiger entscheidend gestört. Und auch Heimgoalie Alder musste nochmal sein ganzes Können zeigen. Er holte einen Schuss aus 20 Metern aus der rechten oberen Ecke. Der eine Punkt war gemessen an den Erwartungen mit Sicherheit zu wenig. Mit viel Moral konnte aber auch aus einem Spiel, das nicht für das Heimteam lief, noch Zählbares mitgenommen werden.