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STEINACH: Die Wahl ist schon gewonnen

Pascal Bollhalder ist der einzige Gemeinderatskandidat für die Nachfolge von Peter Grau. Der 23-Jährige engagiert sich im Turnverein und möchte die Vereine in der Gemeinde weiter fördern.
Jolanda Riedener
In seinem Dorf fühlt er sich wohl: Pascal Bollhalder kehrt mit Vereinskollegen gerne im Café Füger ein. (Bild: Jolanda Riedener)

In seinem Dorf fühlt er sich wohl: Pascal Bollhalder kehrt mit Vereinskollegen gerne im Café Füger ein. (Bild: Jolanda Riedener)

Jolanda Riedener

jolanda.riedener@tagblatt.ch

Mit seinen 23 Jahren wird er bald das jüngste Mitglied im Steinacher Gemeinderat sein. Am 21. Januar findet die Ersatzwahl für den abtretenden Peter Grau statt. Nach nur anderthalb Jahren im Amt, gab Grau im Oktober seinen Rücktritt bekannt. Erst am 27. November 2016 wurde er in den Gemeinderat gewählt. Die Zusammenarbeit im Rat sei aufgrund unterschiedlicher Auffassung nicht möglich, begründete er damals mitunter seinen Entscheid. Auch die starke Beanspruchung als Kombination vom Gemeinderatsmandat und seinen beruflichen Anforderungen machte er damals geltend.

Pascal Bollhalder ist der einzige Kandidat, der an der Ersatzwahl teilnehmen wird. «Es wäre für mich auch okay, eine Mitbewerberin oder einen Mitbewerber zu haben», sagt er. Trotzdem freue er sich, auf die bevorstehenden Aufgaben im Rat. «Ich möchte den Gemeinderat um eine junge Ansicht bereichern», sagt der 23-Jährige.

Den Positionen der CVP und FDP nahe

Der Parteilose ist in Steinach aufgewachsen. Politisch positioniert er sich liberal. Einer Partei beizutreten, das komme für ihn derzeit nicht in Frage: «Man ist schnell vorbelastet.» Dennoch kann er sich mit Positionen der FDP, CVP oder SVP anfreunden: «Die CVP hat im vergangenen, nicht einfachen Wahlkampf 2016 immer offen und respektvoll kommunizier», sagt Bollhalder. Das finde er wichtig, gerade wenn man nicht immer gleicher Meinung sei. Inzwischen haben sich seiner Meinung nach die Wogen im Gemeinderat geglättet. Er sei überzeugt, dass die Zusammenarbeit im Gemeinderat funktionieren wird.

«Was ich beispielsweise von der regionalen FDP toll finde, war ein Brief an den Gemeinderat, den Bau einer neuen Turnhalle prioritär zu behandeln», sagt Bollhalder. Eine neue Turnhalle für Steinach, das ist ein Anliegen, für das auch er sich im Gemeinderat einsetzen will. An der kommenden Bürgerversammlung wird über einen Planungskredit abgestimmt. «Die Halle ist jeden Abend besetzt», sagt Bollhalder. Die Sportvereine hätten ausserdem alles andere als ein Nachwuchsproblem. Kürzlich habe der Turnverein mit dem Kids-Gym ein neues Angebot geschaffen, das auf grosse Resonanz stosse, auch ausserhalb der Gemeinde.

«Vereinsleben hat grossen Stellenwert im Dorf»

«Genau wie meine Eltern war ich schon seit ich klein war Mitglied im Turnverein», sagt Bollhalder. Im Steinacher Turnverein ist er als Vizepräsident auch im Vorstand und Leiter des Geräteturnens. «Ich arbeite gerne mit Kindern und beschäftige mich mit dem Nachwuchs», sagt er. «Das Vereinsleben hat in Steinach einen grossen Stellenwert.»

Bollhalder ist gelernter Polymechaniker und arbeitet heute nach einer Weiterbildung zum Maschinenbautechniker als Qualitätstechniker bei der St. Galler Firma Fisba. «Qualität steht bei mir vor Quantität», sagt er. In seinem Job trage er die Verantwortung für ein Team: «Ich bin bei Problemen da und suche nach Lösungen», sagt der 23-Jährige. Seine Freizeit verbringt er ausser im Turnverein mit Fotografieren. CVP-Gemeinderätin Cornelia Letti-Künzler hat mit Bollhalder in der Jugendkommission zusammen gearbeitet. «Pascal Bollhalder ist ein integrierender Typ und gut vernetzt. Er bringt seine junge Perspektive in den Rat ein», sagt Letti-Künzler. Eine Zusammenarbeit könne sie sich mit ihm deshalb gut vorstellen.

In Steinach gefalle es ihm besonders wegen des ländlichen Charakters und der Seelage. Auch, weil Arbon, St. Gallen und Rorschach in unmittelbarer Nähe liegen. In der Stadt zu wohnen, habe er sich nie vorstellen können: «Mein Freundeskreis ist hier und wir treffen uns im Verein.»

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