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STATISTIK: Mehr als drei Einsätze pro Tag

Feuerwehr und Zivilschutz St.Gallen rückte im abgelaufenen Jahr insgesamt 1185-mal aus. Von Bränden über Verkehrsunfälle bis zur Wespenvernichtung verliefen 2017 aber alle Einsätze glimpflich.
Luca Ghiselli
Beim Brand an der Linsebühlstrasse kam trotz starker Rauchentwicklung niemand ernsthaft zu Schaden. (Bild: Urs Bucher (14. Februar 2017))

Beim Brand an der Linsebühlstrasse kam trotz starker Rauchentwicklung niemand ernsthaft zu Schaden. (Bild: Urs Bucher (14. Februar 2017))

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

Ein Jahr ohne Ausnahmefälle: So beschreibt die Stadt in einer Mitteilung die Bilanz von Feuerwehr und Zivilschutz St. Gallen im Jahr 2017. Ein Blick in die Statistik zeigt: Grosse Abweichungen zu den Vorjahren gibt es nicht. So rückte die Feuerwehr insgesamt 1185 Mal aus – das entspricht rund drei Einsätzen pro Tag. 2015 lag diese Zahl bei 1230 Einsätzen, 2016 bei 1214. Auch bei den Brandeinsätzen liegt die Zahl im Rahmen der Vorjahre.

«Es ist fast etwas komisch, wie sehr sich die Statistik über die Jahre einpendelt», sagt Kommandant Christian Isler. Die Organisation zählt 50 Festangestellte und rund 200 Milizfeuerwehrleute.

«Mit diesem Personalbestand konnten wir die Herausforderungen 2017 gut meistern», sagt Isler. Und käme es trotzdem einmal so weit, dass ein Einsatz nicht mit dem eigenen Personal bewältigt werden könne, habe man immer noch die Möglichkeit, auf Feuerwehren der Nachbargemeinden zurückzugreifen.

Rasche Erkennung ist wichtig

So weit kam es im abgelaufenen Jahr aber nicht. Das lag weniger daran, dass es keine spektakulären oder riskanten Einsätze zu bestreiten gab. Davon gab es auch 2017 wieder einige. Vor allem im ersten Quartal war die Feuerwehr gefordert, mit dem Brand in der Falkenburg Ende Januar, dem Dachstockbrand im Linsebühl und dem Postauto-Unfall in der Langgasse im Februar. Aber auch später hatten die Feuerwehrleute einige knifflige Einsätze zu meistern. Dazu zählt zum Beispiel der Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Ahornstrasse oder der Brand in einer Bar an der Glockengasse Ende September. Dass diese Einsätze verhältnismässig glimpflich verliefen und niemand ernsthaft zu Schaden kam, hängt laut Isler mit verschiedenen Faktoren zusammen: «Einerseits spielt da der Zufall eine grosse Rolle. Und andererseits konnten wir, dank rascher Erkennung und gezielter Einsätzen, Schlimmeres verhindern.» So konnte auch sichergestellt werden, dass bei keinem der insgesamt 156 Brandeinsätze Personen schwer verletzt wurden oder Totalschäden an den betroffenen Häusern zu verzeichnen war.

Die Feuerwehr als Dienstleisterin

Die Feuerwehr rückt aber nicht nur zu Brandeinsätzen und Verkehrsunfällen aus. Wie die Statistik zeigt, sind rund die Hälfte aller Einsätze sogenannte Dienstleistungen. In diese Kategorie fällt zum Beispiel das Abschleppen von Stadtbussen. Während diese Leistung 2017 nur fünfmal beansprucht wurde, zeigt sich bei der Wespenvernichtung ein anderes Bild. 163 Mal rückten Feuerwehrleute im abgelaufenen Jahr aus, um Wespennester aus Siedlungsgebieten zu entfernen. Hinzu kommt das Einsammeln von Tierkadavern – von Katzen, über Vögel bis zu Mardern. 118 solcher Einsätze bestritt die St. Galler Feuerwehr im vergangenen Jahr. 201-mal hielten die Feuerwehrleute zudem Sicherheitswachen – zum Beispiel an Fussballspielen im Kybunpark oder während Vorstellungen im Theater. Hinzu kamen diverse Tiereinsätze wie das Einsammeln von Bienenvölkern, und auch die Wasser- sowie die Öl- und Chemiewehr rückte 2017 einige Dutzend Mal aus. Die Milizfeuerwehr wurde in 33 Fällen herbeigezogen, dreimal mussten Menschen gerettet werden, sechsmal Tiere. Auch hier bewegen sich die Zahlen auf dem Niveau der Vorjahre.

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