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STARTSCHUSS: Kalt, nass, laut und stimmungsvoll

Mit dem traditionellen Agugge beim Vadian-Denkmal ist gestern Donnerstag, exakt um 6 Uhr, die St. Galler Fasnacht ausgebrochen. Trotz des garstigen Wetters zog die Gassenfasnacht am Abend Hunderte an.
Reto Voneschen
Agugge: Trotz Kälte und Nässe gute Stimmung morgens um sechs Uhr beim Vadian-Denkmal. (Bild: Urs Bucher)

Agugge: Trotz Kälte und Nässe gute Stimmung morgens um sechs Uhr beim Vadian-Denkmal. (Bild: Urs Bucher)

Reto Voneschen

reto.voneschen@tagblatt.ch

Es war sicher nicht das schönste oder grösste Agugge in der neueren Geschichte der Stadtsanktgaller Fasnacht, es war aber mit Sicherheit eines der kältesten im vergangenen Jahrzehnt. Die 200 bis 300 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, die am Donnerstagmorgen den diesjährigen Start der närrischen Tage beim Vadian-Denkmal feierten, liessen sich aber die Stimmung vom St. Galler Hudelwetter nicht verderben.

Laut und kakophonisch war’s dank den vielen Guggerinnen und Guggern wie immer. Speziell aufgefallen ist diesmal aber eine Gugge aus einem Dutzend Königinnen und Königen, die nach dem Ende des offiziellen Aguggens ein jazzig-swingiges «Platzkonzert» hinlegten.

Wenn das Fasnachtsfieber langsam ausbricht

Obwohl St. Gallen nicht wirklich zu den ganz grossen Schweizer Fasnachtshochburgen zählt, herrscht im Stadtzentrum am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags immer eine spezielle Stimmung. Das Agugge selber zwischen Vadian-Denkmal und Guggenbühne in der Neugasse ist inzwischen nur ein Teil des Rituals, mit dem eingefleischte Fasnächtlerinnen und Fasnächtler jeweils ihre fünfte Jahreszeit begrüssen.

Zu den lieb gewordenen Gewohnheiten gehört, dass man sich – gerade wenn wie dieses Mal Temperaturen unter Null herrschen – vor und nach dem Agugge im Gedränge der Fasnachtsbeiz unter dem Waaghaus aufwärmt. Dazu gehört aber auch das Kribbeln, das langsame Ausbrechen des Fasnachtsfiebers, wenn man beobachtet, wie sich die Guggen kurz vor dem ersten Monsterkonzert einer Fasnacht an ihren Treffs auf dem dunklen, noch weitgehend menschenleeren Marktplatz besammeln.

Zum Agugge gehört auch, dass man im Kreis der «Stammgäste» auf Bekannte und Freunde oder auch Fasnachtsprominenz trifft – etwa Ehren-Födlebürgerin Trudy Hermann oder den Umzugsverantwortlichen Pius Jud, der als Lehrer diesmal wieder seine natürlich maskierte Klasse dabei hatte.

Immer mit von der Partie ist am Agugge Fasnachtspräsident und Waaghauswirt Bruno Bischof – in der Uniform der Fasnachtsgesellschaft (rot karierter Frack und rot-grüne Federn auf dem Hut). Ebenfalls immer präsent ist der gerade amtierende Quartierpolizist fürs Stadtzentrum – in der Uniform der Stadtpolizei.

Tagsüber waren am gestrigen Schmutzigen Donnerstag erfreulich viele Guggen und Masken im Stadtzentrum unterwegs. Dies obwohl die meisten Guggen schon an diesem Tag einen engen Zeitplan mit Auftritten an der Schulfasnacht – etwa am Umzug des Schulhauses Grossacker durch St. Fiden – oder an Fasnachtsunterhaltungen im Altersheim haben. Ihren ersten Höhepunkt erreichte die städtische Fasnacht am Donnerstagabend: Guggen, Schnitzelbänkler und Hunderte Schlachtenbummler waren in der Altstadt unterwegs.

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