Startschuss in den Badisommer

Mit einigen Neuerungen eröffnen die städtischen Freibäder Lerchenfeld, Rotmonten und Dreilinden morgen die Sommersaison. Die Betreiber hoffen auf viele Gäste, denn Umbau und Unterhalt der Badis kommen teuer zu stehen.

Noemi Heule
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Sonnenschirme im Regen: Das Dach der neugebauten Curlinghalle im Lerchenfeld bildet neu eine Sonnenterrasse für die Badegäste. (Bild: Urs Bucher)

Sonnenschirme im Regen: Das Dach der neugebauten Curlinghalle im Lerchenfeld bildet neu eine Sonnenterrasse für die Badegäste. (Bild: Urs Bucher)

An Sonne tanken ist zum morgigen Start der Badisaison nicht zu denken. Zwar soll das kühle Nass nicht mehr in Tropfen vom Himmel fallen. Trotzdem wecken die Temperaturen Erinnerungen an den vergangenen Sommer: Im schlechtesten Badisommer der letzten Jahrzehnte verzeichneten die städtischen Badis nur halb so viele Besucher wie im Durchschnitt. Im Freibad Lerchenfeld waren es gar zwei Drittel weniger. Grund dafür war nicht allein das nasskalte Wetter, sondern vor allem die Bauarbeiten zur neuen Curlinghalle. Sie nimmt nun ein Drittel der früheren Liegefläche ein.

Kostenpunkt: Zwei Millionen

Der Bau des Curling Centers erforderte auch einige Anpassungen im Freibad. Insgesamt zwei Millionen Franken liess sich die Stadt die Neuerungen im Lerchenfeld kosten. So wurde das Dach der Curlinghalle in ein Sonnendeck mit Ausblick über die Badi umfunktioniert. Auf einem hellen Bretterboden stehen Sonnenschirme zur Verfügung. Liegestühle können für vier Franken gemietet werden. Das Beachvolleyballfeld wurde an den Waldrand verschoben, dort, wo früher die alte Curlinghalle stand. Zudem ergänzt ein Info-Bildschirm den Eingangsbereich, und ein neuer Kiosk wurde eingerichtet.

Umbauten in Rotmonten

Nach dem Umbau im Jahr 2008 standen auch im Familienbad Rotmonten erneut Arbeiten an. So wurde der Eingangsbereich der meistbesuchten Badi der Stadt neu gestaltet. Saisonkabinen, ein Veloabstellplatz und ein in den ursprünglichen Farben restauriertes Kassahäuschen ergänzen die Freibadanlage.

Das Familien- und Frauenbad Dreilinden hingegen bleibt unverändert. Erst im vergangenen Jahr wurde es mit einem Kinderspielplatz inklusive Planschbecken und Sonnensegel ausgestattet. Wie jedes Jahr verkehrt bei schönem Wetter der Bäderbus direkt vom Bahnhof vor die Badi Dreilinden.

Der Manneweiher lädt bereits seit zwei Wochen zum überwachten Badespass. Erneut stehen zwei Wasserballtore zur Benutzung bereit. Beim Bademeister kann ein geeigneter Ball bezogen werden.

Kein Schnickschnack

«Die Badis sind nun allesamt in einem sehr guten Zustand», sagt Heinz Brunner, städtischer Leiter Bad und Eis. Zudem verfüge die Stadt über einen guten Mix aus Naturbädern und Familienbadis. Einzig ein beheiztes Becken fehlt im Repertoire der städtischen Bäder. «Wir verzichten bewusst auf derlei Schnickschnack», sagt Brunner und ergänzt: «Wem das Wasser zu kalt ist, der kann auf die Hallenbäder ausweichen.»

Ohnehin will die Stadt nun die Hallenbäder forcieren. «Wir setzen darauf, dass die Besucher nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über schwimmen wollen», sagt Brunner. Als nächstes steht der Ausbau des Hallenbades Blumenwies an.

Der Betrieb der Hallenbäder ist denn auch um einiges günstiger als jener der drei Freibäder. Letztere sind zwar nur wenige Monate im Jahr geöffnet, ihr Unterhalt ist aber alles in allem teurer als jener der zwei Hallenbäder. 200 000 Franken muss die Stadt pro Badi und Saison berappen. In einem durchschnittlichen Sommer besuchen derweil rund 100 000 Gäste die Bäder. Gleichzeitig nutzen etwa 70 000 Personen den freien Zugang zum Manneweiher.

Nun fehlen zum gelungenen Badespass einzig sommerliche Temperaturen. Diese sind jedoch nicht in Sicht: Bis auf Weiteres übersteigen die Wassertemperaturen gar die Aussentemperatur.

www.sport.stadt.sg.ch