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START AN DER HSG: Das grosse Drängen beginnt

Mit Beginn des Herbstsemesters wird es wieder eng an der HSG. Erweiterungsbauten sind in Planung, brauchen aber noch Jahre, bis sie erstellt sind. Dennoch schreiben sich mehr Studenten an der renommierten Universität ein.
Elisabeth Reisp
Bild: Grafik: Selina Buess

Bild: Grafik: Selina Buess

Elisabeth Reisp

elisabeth.reisp@tagblatt.ch

Die ruhigen Wochen am Rosenberg sind vorbei: Heute beginnt das Herbstsemester an der Universität St.Gallen (HSG). Über 8600 Studierende drängen dann in die Hörsäle der renommierten Universität. Und wie im letzten Semester und jenen davor werden sie wieder mit begrenzten Raummöglichkeiten konfrontiert. Vor allem der Platz zum Lernen kann der immer grösser werdende Zahl Studierender nicht gerecht werden. Die HSG ist längst Opfer ihres Erfolgs geworden. Eine Lösung ist mit dem geplanten Erweiterungsbau am Platztor in Sicht. Mit dem Baubeginn wird aber erst etwa 2024 gerechnet.

Bild: Grafik: Selina Buess

Bild: Grafik: Selina Buess

Falsche Prognosen des Erziehungsdirektors

Die HSG wurde 1898 gegründet. Ihr erster Standort befand sich im Museumsquartier. 1963 dislozierte die Universität auf den Rosenberg – mangels Platz unten in der Stadt. Die heutige HSG wurde für 3500 Studierende ausgelegt. Schon vor 15 Jahren war der Platz zu knapp. Damals besuchten rund 5000 Studierende die Universität am Rosenberg. Der Erziehungsdirektor und der Rektor gingen davon aus, dass sich die Zahl mittel- bis langfristig bei 5300 einpendeln würde, wie einem Zeitungsbericht von 2002 zu entnehmen ist. Im Nachhinein zeigte sich: Das war eine grobe Fehleinschätzung.

Für dieses Semester haben sich rund 8600 Studierende immatrikuliert. Im vergangenen Jahr waren es noch 8337 Studierende. Jürg Roggenbauch von der Kommunikationsstelle der HSG, weiss, dass sich diese Zahl erfahrungsgemäss im Laufe des Semesters noch etwas verringert. «Dies, da sich einige Studierende noch in einer Orientierungsphase befinden, das Studium nicht antreten oder nach einigen Wochen wieder abbrechen.» Die Immatrikulationsstatistik mit den definitiven Zahlen für das Herbstsemester 2017 werde dann Mitte Dezember veröffentlicht. Die Tendenz ist jedoch steigend. Die Zahl der Studenten bis zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus am Platztor zu plafonieren, hat die HSG nicht vor. Einzig der Ausländeranteil sei seit den 1960er-Jahren auf 25 Prozent begrenzt, sagt Roggenbauch.

3200 Quadratmeter freigegeben

Um die über 8300 Studierenden und rund 3000 Angestellten fassen zu können, mietet die Universität seit Jahren Räume im Quartier zu. So hat sich die Lehranstalt langsam wie ein gutartiges Geschwür ins Quartier hineingefressen. Politiker und das Quartier forderten schon vor Jahren, dass die Universität den besetzten Wohnraum freigeben soll. Von 2013 bis 2017 habe die Universität St. Gallen zwölf Mietliegenschaften und damit über 3800 Quadratmeter im Quartier Rotmonten/Rosenberg abgegeben, sagt Roggenbauch. «Mit der Realisierung des Campus Platztor ist davon auszugehen, dass die Universität dannzumal weitere Liegenschaften im Quartier abgeben kann und damit das Anliegen des Quartiers und der Politik weiter erfüllen wird.»

Freie Plätze auf dem eigenen Gelände hat die HSG zum Teil mit Pavillons und Containern als Provisorien belegt. Um den Betrieb gewährleisten zu können, hat die HSG bereits vor geraumer Zeit die Unterrichtszeiten erweitert. Vorlesungen finden von 8 bis 22 Uhr plus samstags statt. Daran werde sich in den kommenden Jahren nichts Wesentliches ändern, sagt Jürg Roggenbauch. Es reicht aber immer noch nicht.

Zum Lernen in Restaurants ausweichen

Wenn die Prüfungszeit naht, fehlt es den Studierenden an Lernplätzen. Die Bibliothek verfügt über 600 Plätze. Sie wird voraussichtlich 2021 saniert. Im Jahr darauf soll neben der Bibliothek ein Erweiterungsbau für Lernplätze entstehen, der Abhilfe schaffen soll. Bis dahin überschwemmen die Studierenden der HSG die Bibliothek in der Hauptpost und jene in der Fachhochschule. Seit letztem Jahr bieten auch zwei Restaurants in der Stadt, der «Bierfalken» und das «National», Studenten Plätze an. Sie dürfen dort ohne Konsumzwang und mit WLAN lernen.

Die St.Galler Universität ist beliebt. Zum Beginn des Herbstsemesters sind 8600 Studierende eingeschrieben. (Bild: Ralph Ribi/Archiv)

Die St.Galler Universität ist beliebt. Zum Beginn des Herbstsemesters sind 8600 Studierende eingeschrieben. (Bild: Ralph Ribi/Archiv)

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