Starke Konkurrenz und schwierige Bedingungen

Das schweizerische Segelteam vom SCR Goldach nahm am World Cup an der Ostsee teil. Das Team hatte mit schwierigen Bedingungen und professionellen Spitzenmannschaften zu kämpfen.

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Vom 1.-3. September segelten die 22-m²-Schärenkreuzer in der Flensburger Förde an der Ostsee den World Cup zusammen mit den 12mR-Booten, die gleichzeitig den Robbie & Berking Sterling Cup aussegelten. Die 22-m²-Schärenkreuzer starteten auf der gleichen Start-und Ziellinie. Um die Kollisionsgefahr während der Regatta zwischen den grossen 12mR-Booten und den Schärenkreuzern zu minimieren, wurde jeweils eine parallele Regattabahn ausgelegt.

Die Wetter- und Windbedingungen auf der Flensburger Förde waren sehr anspruchsvoll und herausfordernd für Boot, Material und die gesamte Besatzung, heisst es laut Mitteilung der Teilnehmer. Bei herannahenden, dunklen Wolken frischte der Wind jeweils deutlich auf, unddie Böen wurden stärker. Auch die Wellen machten den Teams zu schaffen. Gegen die Mitte hin aber waren sie merklich flacher und angenehmer zu segeln. Herausragend war die Tatsache, dass es kein Regen gab und die Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad Celsius lagen.

Das Regattaniveau war von Beginn weg sehr hoch. Professionelle deutsche Spitzenmannschaften aus Kiel, Flensburg und Berlin formierten sich gegen vier starke Teams aus Schweden von Stockholm und Göteborg. Insgesamt acht Wettfahrten wurden gesegelt. Der Gesamtsieg ging schliesslich nach Berlin, an Matthias Grothues-Spork und sein Team vom Berliner Yachtclub. Für das schweizerische Team vom SCR Goldach mit Steuermann Adrian Schmidlin, Mittschiffsmann Ole Hofmann und Vorschiffsfrau Zora Sorman lief es am ersten Regattatag zufriedenstellend mit einem 7. und 8. Rang. Schwierig waren dann die folgenden Regattatage. Das Schiff trieb aufgrund eines Bedienungsfehlers gefährlich gegen das nahegelegene dänische Ufer. Bei der letzten Regatta zerriss das Grosstuch. Während der Pause zur 7. Wettfahrt konnte das Segeltuch provisorisch verklebt werden. Aber die Verklebung hielt nicht, und die Segelbahn löste sich dann vollends in der 8. Wettfahrt auf. Im Endergebnis resultierte daraus der etwas undankbare 9. Schlussrang des Schweizer Bootes im Teilnehmerfeld von 18 Yachten. Die Abendunterhaltungen mit Verpflegung und Getränken, an denen rund 250 Seglerinnen und Segler teilnahmen, entschädigten das harte und kräfte- raubende Segeln auf der Flensburger Förde. (as/fhe)