Stapi wünscht sich Mähne

Wer sagt's denn, der Gossauer Stadtrat hat auch eine wilde Seite. Und wenn's sein muss, zeigt er auch mal seine Zähne. Am Donnerstagabend im Fürstenlandsaal musste es sein. Zumindest für wenige Minuten.

Corinne Allenspach
Drucken
Teilen

Wer sagt's denn, der Gossauer Stadtrat hat auch eine wilde Seite. Und wenn's sein muss, zeigt er auch mal seine Zähne. Am Donnerstagabend im Fürstenlandsaal musste es sein. Zumindest für wenige Minuten. Denn die Tagblatt-Moderaten wollten von den Kandidaten wissen, als welches Tier sie sich sehen. Keine abwegige Frage. Schliesslich ist der Walter-Zoo, nebst dem Schloss Oberberg, Gossaus Wahrzeichen und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Ein «biologischer Zwitter»

Schulratspräsident Urs Blaser braucht, von der Frage etwas überrumpelt, einen Moment Bedenkzeit, bevor er sich dazu bekennt, er sei ein Tiger. Dieser wirke äusserlich ruhig, gehe seinen Weg, sei immer parat, und wenn es losgehe, sei er auf dem Sprung. Stadträtin Gaby Krapf hingegen outet sich als «biologischen Zwitter». Ursprünglich sei sie eine Giraffe gewesen, die sich dank ihres langen Halses überall Einblick verschaffen konnte. In ihren acht Jahren im Amt habe sie sich aber eine dicke Haut zulegen müssen. Drum sei sie jetzt ein Elefant. «Hoffentlich aber nicht von der Eleganz her», sagt Gaby Krapf augenzwinkernd. Ebenfalls nicht wegen des Äusseren, sondern wegen der Eigenschaften, wählt Carla Schelb den Schimpansen: neugierig, offen, will es genau wissen. Helen Alder räumt ein, sie habe Mühe, sich mit Tieren zu vergleichen. Aber wenn, dann habe sie vermutlich etwas Katzenähnliches. Der für Bau und und Verkehr zuständige Stadtrat Stefan Lenherr sieht sich als Krokodil: sehr wachsam, mit einer dicken Haut. «Und wenn etwas passiert, sind wir da.»

Herumtigern mit vielen Haaren

Und Stadtpräsident Brühwiler vergleicht sich, ganz standesgemäss, mit dem König der Tiere, auch wenn die Löwen erst mit der neuen Serengeti-Anlage in den Walter-Zoo zurückkehren. Herumtigern, das mache er gerne, sagt der 61-Jährige. «Und dass ich mal noch eine solche Mähne bekomme, ist eine Wunschvorstellung.» Wünschen darf man ja.

Aktuelle Nachrichten