Stadtwerke sollen flexibler werden

Drucken
Teilen

Gossau Seit bald zehn Jahren sind der Betrieb von Stromnetzen und die Stromversorgung getrennt. Voraussichtlich ab 2020 sollen alle Verbraucher von elektrischer Energie ihren Lieferanten wählen können. Für die Gasversorgung wird diese Entwicklung verzögert erwartet. Auf diese Veränderungen in den Märkten müssen die Stadtwerke Gossau flexibler reagieren können, als dies heute der Fall ist, teilt die Stadt Gossau mit.

2016 beantragte der Stadtrat eine rechtliche Verselbstständigung der Stadtwerke, die jedoch im Eigentum der Stadt bleiben sollten. Das Stadtparlament lehnte dies im Januar 2017 ab, beauftragte den Stadtrat jedoch, den Handlungsspielraum der Stadtwerke mit anderen Massnahmen zu erhöhen. Nun legt der Stadtrat seine neue Lösung vor: Die Stadtwerke behalten ihren Status als unselbstständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen bei. Das Parlament wird die politisch-strategische Ausrichtung der Werke bestimmen. Einzig in der Energiebeschaffung erhalten die Stadtwerke laut Mitteilung Freiraum und können neu langfristige Verträge losgelöst von Budget- und Rechnungsjahren abschliessen. Der Stadtrat bleibt für die unternehmerische Umsetzung der parlamentarischen Vorgaben zuständig. Zwischen die Geschäftsleitung der Werke und den Stadtrat soll eine Kommission Stadtwerke eingeschoben werden, die den Stadtrat beraten soll.

Der Stadtrat hat seine Anträge zur Neuorganisation der Stadtwerke dem Parlament zugestellt. Beschliesst dieses die beantragte Änderung, folgt eine Volksabstimmung, die für Sommer 2018 vorgesehen ist. Bei einer Annahme ist geplant, dass die Stadtwerke ab 2019 im neuen System tätig werden können. (sk/woo)

Aktuelle Nachrichten