Stadtwerke planen neue Trafostation auf Fisba-Areal

Die Stadt will auf dem Areal der Fisba Optik AG im Neudorf für knapp 430 000 Franken eine neue Trafostation erstellen. Sie soll später an das Unternehmen verkauft werden.

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Seit vergangenem September wird auf dem Areal Schönbüel, zu Füssen der gleichnamigen Villa im Neudorf, gebaut. Es entstehen über hundert neue Mietwohnungen. Bauvollendung soll bereits in rund einem Jahr sein.

So viele neue Wohnungen brauchen natürlich auch Elektrizität. Der Bau einer neuen Transformatorenstation durch die Stadtwerke war zwingend. Das Stadtparlament hat bereits im November 2008 einen entsprechenden Kredit in Höhe von 736 000 Franken gesprochen.

Fisba stoppt Erweiterung

Im fraglichen Konzept für die elektrische Erschliessung der Überbauung war ursprünglich vorgesehen, nebst dem Neubau der erwähnten Trafostation Schönbüel, eine zweite, private durch die benachbarte Fisba Optik AG zur Deckung deren künftigen Leistungsbedarfs zu erstellen. Wie der Stadtrat in seiner Botschaft zuhanden des Stadtparlaments nun aber schreibt, hat das Unternehmen die Realisierung der geplanten Erweiterungsbauten gestoppt. «Aus wirtschaftlichen Gründen», wie es heisst.

Folglich wurde auch der Bau einer eigenen Trafostation wieder verworfen. Doch will die Stadt jetzt Hand bieten.

Kapazitätsgrenze erreicht

Das speisende Niederspannungsnetz sei an der Kapazitätsgrenze angelangt. Und weil die im Bau befindliche Trafostation Schönbüel schon heute den Gesamtleistungsbedarf der Fisba Optik AG nicht decken könne, wollen die St. Galler Stadtwerke auf dem Areal des Unternehmens eine neue Trafostation Schönewis erstellen. Kostenpunkt: 426 000 Franken.

Der Kredit soll dem Stadtparlament an seiner nächsten Sitzung unterbreitet werden. Die neue Trafostation werde so erstellt, dass sie später an die Fisba wieder verkauft und als Privat-Trafostation Fisba-Optik weiter betrieben werden könne, schreibt der Stadtrat in seiner Vorlage. Die Trafostation werde in das bestehende Mittelspannungsnetz eingeschlauft. Die Kosten für diese Eingliederung seien bereits im Erschliessungsprojekt Schönbüel enthalten. (an.)