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Stadtratswahl: Die Qual der Wahl bei der Suche nach einem Nachfolger von Nino Cozzio

«Leitartikel: Boris Tschirky hat die besten Voraussetzungen», Ausgabe vom 2. September
Alex Stähli

Es ist erfreulich, dass sich junge Leute für die Politik interessieren. Ein Amt als Stadtrat erfordert jedoch einen prall gefüllten Rucksack. Unter den Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge von Nino Cozzio hat es solche, die sich überschätzen. Zu einseitig erfolgten die Stellungnahmen zur Kandidatur: Einer steht ein für die Jugend, eine Frau will sich für die aus­serschulische Betreuung der Kinder einsetzen, eine andere will sich für alternative Energieträger einbringen, ein Mann will sich für Industrie und Gewerbe einsetzen. Reicht ein solch mageres Bekenntnis für die Führung einer Direktion?

Leistungsausweise in Politik, möglichst in einer Exekutivbehörde oder in einer Führungsposition, gepaart mit einem breiten Wissen sind nötig, um der ganzen Bevölkerung von Nutzen zu sein. Dieses Anforderungsprofil erfüllt Boris Tschirky voll und ganz. Seine politische und berufliche Erfahrung mit guter Vernetzung prädestiniert ihn für das Amt als Stadtrat. Die anderen vier Kandidatinnen und Kandidaten weisen nicht einen solchen Erfahrungsschatz aus. Ich wähle Boris Tschirky, einen Mann der Tat.

Alex Stähli

Dietlistrasse 71, 9000 St. Gallen

Als Niederlassungsleiter einer Ingenieurunternehmung liegt mir das Unternehmertum sehr am Herzen. Mein Wahlslogan bei den Stadtparlamentswahlen 2016 war: «Für Nachhaltigkeit und Unternehmertum – für eine erfolgreiche Symbiose!» Dieses grünliberale Credo ist eine Gratwanderung. Den einen passt das «Grün» nicht, den andern stösst «liberal» sauer auf. Die Naturkatastrophen dieses Herbsts machen klar, dass wir Natur und Umwelt besser Sorge tragen müssen.

Sonja Lüthi arbeitet im Beruf und in der Politik beharrlich an Energie- und Umweltprojekten. Dabei versucht sie, auf privatwirtschaftlicher Basis «grün» und «liberal» zu vereinen. Ein gutes Beispiel ist die von ihr gegründete und immer noch präsidierte Solargenossenschaft, die auch die Solaranlage auf den Olma-Dächern realisiert hat. Dieses Präsidium versieht sie neben ihrer Kaderstelle beim Landverband St. Gallen und ihrem Kantonsratsmandat. Für Nachhaltigkeit und Unternehmertum: Ich wähle am 24. September Sonja Lüthi in den Stadtrat.

David Jud

Wenigerstrasse 11, 9011 St. Gallen

In der Direktion Soziales und Sicherheit wird über das Schicksal von Menschen entschieden. Es wird mit und für Menschen gearbeitet, die teils Tragisches erlebt haben, chancenlos und oft geschädigt sind, die Unterstützung von uns allen benötigen und diese auch bekommen sollen. Soziales und Sicherheit sind Themen, über die man oft im Stillen diskutiert und deren Detail aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht an die Öffentlichkeit gehören. Und das ist mein Grund für die Entscheidung, dass Jürg Brunner der beste Kandidat für den Stadtrat und damit die Nachfolge von Nino Cozzio ist.

Als erfahrener Unternehmer, der sein Geld selber verdienen muss und nicht von Steuergeld bezahlt ist, sowie als Arbeitgeber für Familienväter und Mütter wirkt er am Puls des ganzen Themas. Er hat sich in seiner Rolle als Sozialverantwortlicher für viele Angestellten als fähig erwiesen. Er bringt Erfahrungen mit, die auch auf Stufe Stadtrat von enormer Wichtigkeit sind. Es stimmt: Jürg Brunner ist kein begnadeter Redner. Muss er aber auch nicht sein! Schliesslich ist er nicht Stadtpräsident. Reden und Gestikulieren, das sind Fähigkeiten, die ein Stadtpräsident mitbringen muss. Aber kein Stadtrat für Soziales und Sicherheit. Diese Bereiche brauchen einen Vorgesetzten, der still und fokussiert walten kann. Jürg Brunner hat die Fähigkeit, Transparenz zu schaffen und sozialverantwortlich zu agieren. Er hat ein hervorragendes Gespür punkto sinnvoller Massnahmen bezüglich Sicherheit und auch sozialer Leistungen. Er bringt alle Fähigkeiten mit, um Effizienz zu orten und sozialverträglich umzusetzen. So kann er die Steuereinnahmen der Stadt schonen und sicherstellen, dass nie auf Kosten der Sozialhilfeempfänger, anderer Bedürftiger oder Geschädigter gespart werden muss. Er wird nicht Leistungen in Frage stellen, sondern den Finger dorthin halten, wo sich jemand am Sozialsystem der Stadt reich verdient.

Christian Neff

Stadtparlamentarier SVP

Tannenstrasse 58, 9010 St. Gallen

Die Grünen stehen ein für eine menschenfreundliche Stadt. Ingrid Jacober konnte im Wahlkampf ihre Vorstellung eines gesellschaftlichen Miteinanders klar zum Ausdruck bringen. Die Stärke einer Stadt misst sich am Wohl der Schwächeren. Im Zentrum stehen die Quartiere, in denen Begegnungsorte möglichst vielen Menschen die Teilhabe am sozialen Leben ermöglichen sollen. Mit dieser Haltung ist Ingrid Jacober eine würdige Nachfolgerin von Nino Cozzio. Ich wähle sie in den Stadtrat, weil sie integer, engagiert und klug ist.

Margot Benz, Steingrüeblistrasse 53, 9000 St. Gallen

Natürlich ist es legitim, wenn der Präsident der kantonalen Vereinigung der Gemeindepräsidenten offensichtlich die Kantonshauptstadt präsidieren möchte. Auch leuchtet ein, dass dafür ein begabter Kommunikator und routinierter Politprofi mit hochkarätiger Vernetzung beste Voraussetzungen mitbringt. Nur betrifft die aktuelle Stadtratswahl nicht das Präsidium, sondern die Nachfolge eines für sein umsichtig-ausgleichendes Wirken geschätzten Zentrumspolitikers. Sinnvollerweise gehört ein imposantes Alphatier wie Boris Tschirky in die vorderste Reihe – als Repräsentant unserer auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit angewiesenen Region.

Bei der Leitung einer Verwaltungsdirektion sind jedoch bodenständigere Qualitäten wichtiger. Eigenschaften, die den unaufgeregten Nino Cozzio ebenso auszeichnen wie dessen pragmatische Kantonsratskollegin Sonja Lüthi: Offenheit, Präzision, Lösungsorientierung, Umsetzungsstärke. Als taktischer Winkelzug ist zwar verständlich, wenn eine wenig erfolgsverwöhnte Partei ein Mandat mit ihrem prominentesten «Pferd im Stall» zu halten versucht. Doch ist es effizient, wenn ein sprintstarker Galopper sich in einem Traber-Rennen etwas warmläuft – nur um rasch möglichst in seine Paradedisziplin zurück zu wechseln?

Auch Stadträte brauchen Einarbeitungszeit. Erfahrungsgemäss laufen sie erst ab der zweiten Amtsperiode in ihrer Direktion zu voller Form auf. Unter anderem aus ihrer Zeit im Stadtparlament kenne und schätze ich die beiden Mitte-Kandidierenden persönlich. Daher ist mir klar, dass die Macherin Sonja Lüthi unseren Stadtrat in seiner aktuellen Zusammensetzung bestmöglich zu ergänzen vermag.

Thomas Brunner

Stadtparlamentarier Grünliberale

Schlatterstrasse 12a, 9010 St. Gallen

Wer hat sich mit Herzblut für die Stadt eingesetzt? Sonja Lüthi. Wer setzt sich ein für die Mehrheit der Mieterinnen und Mieter? Sonja Lüthi. Wer setzt sich ein für Solarzellen auf möglichst allen Dächern? Sonja Lüthi. Wofür setzte sich Herr Tschirky ein? Für das Orgelspiel in der Kirche. Wer in der Stadt interessiert sich für Zaren? Niemand. Wohin passt dieses Profil? Nach St. Gallen sicher nicht. Gehört Herr Tschirky zu den Menschen, die sich den Staat oder die Stadt aus Gründen der politischen Karriere zur Beute machen? In die Stadt passen leise Töne, kreative und grüne Ideen, Tatkraft sowie Einsatz für das Allgemeinwohl. Und kein Zar. Sondern Sonja Lüthi.

Ernst Schläpfer

Mühlenstrasse 24, 9000 St. Gallen

Nach dem Besuch von Podien und Wahlveranstaltungen steht für mich fest, dass Sonja Lüthi als Stadträtin exzellent qualifiziert ist. Sie argumentiert klar, konkret und effizient. Sie kann darlegen, wohin die Reise gehen soll, zum Wohl aller, und bleibt wohltuend sachlich. Profunde berufliche und politische Erfahrung, inklusive Führungserfahrung, werden sie zu einer sehr guten Direktionschefin machen. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso Tagblatt-Redaktoren ihre Auftritte an Podien als «sehr zurückhaltend» und «etwas blass» abwerten. Die Resonanz des Publikums auf Sonja Lüthis Voten war überdurchschnittlich positiv. Sie hatte Wichtiges zu sagen und überzeugte auf Anhieb, ohne eine Show abzuziehen.

Marianne Huber Glünz

Gessnerstrasse 20, 9011 St. Gallen

Wie kann nur Boris Tschirky die beste Voraussetzung für den Stadtrat haben? Ein kleines Gedankenexperiment, eine reale Vision: Stellen wir uns den Stadtrat nur mit weiblichen Mitgliedern vor. Ohne einen einzigen männlichen Repräsentanten. Spannend , was das in einem wachrufen kann. Fühlen sich die 50 Prozent Männer unserer Stadtbevölkerung so gleichberechtigt vertreten, gehört, wertgeschätzt und ernst genommen in ihren täglichen Leistungen und Beiträgen zum guten Gelingen des Ganzen? Würden wir nicht sofort einen Mann dazu wählen? Weshalb ist es also gerechtfertigt, nur eine Frau im fünfköpfigen Männerrat sitzen zu haben? Die CVP will den bisherigen Stadtratssitz verteidigen, als ihr Anrecht. Wie dürfen die 50 Prozent Frauen in unserer Stadt sich angesichts dieses Anspruchs fühlen? Zumal die Grossleistung der Kindererziehung, also die Zukunft unserer Stadt und kommender Stadtregierungen, noch immer wesentlich von Müttern und Frauen, meist in Teilzeitarbeit, geleistet wird.

Ich habe Sonja Lüthi erfrischend, klar, weiblich kompetent, vielseitig interessiert und zukunftsorientiert gehört und erlebt. Sie wäre eine Stadträtin, die authentisch ist, einen jungen frischen Wind mitbringt, Umwelt und Wirtschaft verbindend handelt, vertrauenswürdig und echt ist, die ans Morgen denkt, kooperativ handlungsstark ist, und die heute die Zukunft gestalten will: Sie ist bereit, Verantwortung zu übernehmen für die grossen weiteren Herausforderungen, die uns allen bevorstehen in dieser chancenreichen Zeit. Ich wähle am Wochenende mit Überzeugung Sonja Lüthi in den Stadtrat.

Romana Augustin

Rosenfeldstrasse 8, 9000 St. Gallen

Vor vier Jahren war das Gartenareal Grossacker stark gefährdet. Das Kinderspital wollte auf unserem schönen Platz rund 150 Parkplätze bauen. Und das für ein Provisorium, denn das Kinderspital wird ja neu auf dem Gelände des Kantonspitals gebaut. Was einmal überbaut ist, kommt nicht mehr. Also wagten wir uns via VCS ans Stadtparlament und die kamen zu fünft in unseren Garten und schauten sich das Problem an. Sonja Lüthi hat sich damals für uns stark eingesetzt. Wir bekamen die Möglichkeit, an den runden Tisch zu sitzen. Wiederum hat sich dabei Sonja Lüthi die Zeit genommen, uns zu helfen. Resultat: Ein Drittel unseres Areals wurde ein Parkplatz, zwei Drittel blieben Garten. Wäre diese Frau mit den Parlamentskollegen Robert Furrer und Daniel Bertoldo nicht gewesen, wäre unser Areal nicht mehr. Ich wähle am 24. Sep­tember Sonja Lüthi. Und ich hoffe, dass es die Gärtnerinnen und Gärtner ebenso tun.

René Sutter

Kassier Familiengarten Grossacker

Brauerstrasse 74b, 9016 St. Gallen

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