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Stadtratswahl: Argumente für und wider die Kandidierenden – und ein paar Vandalen

«Für einige bleibt noch viel zu tun», Ausgabe vom 30. August
Basil Oberholzer

Manche unterstützen im Wahlkampf Boris Tschirky, wieder andere unterstützen Sonja Lüthi, um mit ihr Boris Tschirky gerade zu verhindern. Die Frage ist: Wozu? Wenn man von den Ankündigungen auf den Wahlflyern absieht und nachschaut, was die beiden Kandidierenden in der Realpolitik wirklich tun, dann sieht man: Sie sitzen in der gleichen Kantonsratsfraktion und stimmen zu mehr als 90 Prozent gleich ab. Dass die eine Kandidatin eine Alternative für den anderen sein soll, ist also eine etwas eigenartige Über­legung. Es geht aber auch noch ein bisschen grüner, sozialer und innovativer. Ich wähle daher Ingrid Jacober in den Stadtrat. Zum grünen Leistungsausweis zählen beispielsweise die Verhinderung der Überbauung des Waltramsbergs und der Schutz des Grünen Rings. Mittlerweile wollen das zwar viele, aber die Grünen und Jungen Grünen haben es tatsächlich getan. Solchen frischen Wind braucht der Stadtrat.

Basil Oberholzer

Stadtparlamentarier/Kantonsrat Grüne

Iddastrasse 33, 9008 St. Gallen

Wir alle wissen, dass mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten Frauen sind. Heute sitzen im Stadtrat vier Männer und nur eine Frau. In Wirtschaft und Politik ist breit anerkannt, dass gut gemischte Teams die besten und ausgewogensten Resultate bringen. Frauen sind weniger laut und streben mehr nach Ausgleich. Dies wird Soja Lüthi im Wahlkampf zu Unrecht als Schwäche ausgelegt. Männer hingegen setzen sich in Szene. Ihnen geht es oft nur um die Karriere. Mit Sonja Lüthi wählen wir eine noch junge Familienfrau, ausgezeichnet ausgebildet, politisch als Stadtparlamentarierin, Kantonsrätin und Parteipräsidentin sehr erfahren, im Beruf und in erfolgreichen nebenamtlichen Projekten engagiert, wie unter anderem die jüngst eröffnete DenkBar zeigt. Als Co-Präsidentin der Genossenschaft half sie mit, einen Ort zu schaffen, an dem sich Frauen und Männer in gesellschaftlichen Fragen austauschen können, lokal und global. Gründe genug, um die Mittepolitikerin Sonja Lüthi in den Stadtrat zu wählen.

Christina Schlatter

Biserhofstrasse 29, 9011 St. Gallen

Boris Tschirky setzt sich engagiert für die Stadt St. Gallen ein. Er geht Herausforderungen aktiv an. Er ist entscheidungsfreudig, führungsstark, offen, versiert und erfahren. Und er bezieht Position, auch wenn er aneckt. Was ich in den letzten Wochen im «Tagblatt» gelesen habe, bestätigt das, was ich in der Zusammenarbeit mit Boris Tschirky als Tourismusdirektor erleben durfte (sei es im Rahmen des Gallus-Jubiläums 2012, sei es für «Textilland Ostschweiz»): Zuerst «inspirierte» er das «Tagblatt» zum einen oder andern kritischen Artikel, schliesslich liess sich der Leiter der Stadtredaktion zu einer wahren Lobeshymne über den Stadtratskandidaten der CVP hinreissen. Das ist schlüssig: Wer sich exponiert, wie das Boris Tschirky tut, der bietet Angriffsfläche, den kennt man – und den kritisiert man. Gerade sein grosses und breites Engagement, von der Wirtschaft über die Kirche und den Tourismus bis zur Politik, zeichnet Boris Tschirky aus: Als einziger der fünf Kandidierenden verfügt er über die Erfahrung an den Schnittstellen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, die es für dieses Exekutivamt braucht. Das hat man auf den beiden Wahlkampfpodien gemerkt. Boris Tschirky ragt nicht nur aufgrund seiner körperlichen Statur aus dem Kandidatenfeld heraus. Er hat die Statur, die es für das Stadtratsamt braucht. Ein klarer Fall: Boris Tschirky ist der Richtige für unsere Stadt.

Iwan Köppel

Kesselhaldenstr. 85, 9016 St. Gallen

Bei Stadtratskandidaten ist es angezeigt, nicht nur nach Parteiparolen und nach Karriereschritten, sondern nach Resultaten im Beruf und in der politischen Tätigkeit zu fragen. Sonja Lüthi hat sich nach einer anspruchsvollen Ausbildung als Geografin/Sekundarlehrerin und einem Doktorat zu erneuerbaren Energien an der HSG in der Praxis sofort auf die Realisierung von Projekten der erneuerbaren Energie konzen­triert. Sie ging ihren Weg konsequent beim Kanton und jetzt in der Privatwirtschaft. Sie realisierte vor allem Solarenergieanlagen und gründete eine Solarenergiegenossenschaft, die sie heute noch präsidiert. Auch als Politikerin im Stadtparlament und im Kantonsrat fiel sie auf als konsequente Praktikerin. Sonja Lüthi ist ein Modell der schwierigen Vereinigung von grünen Umweltzielen in einer liberalen Wirtschaft. Sie redet nicht sehr laut. Wir können aber davon ausgehen, dass sie das, was sie sagt, dann auch tut. Und sol­che Politikerinnen bringen uns weiter. Sonja Lüthi in den Stadtrat!

Maya Zuberbühler

Bruggwaldstrasse 58b, 9008 St. Gallen

Boris Tschirky lernte ich kennen, als er noch die Katholische Kirchgemeinde Kriessern präsidierte. Im Kreis der CVP bin ich ihm seither als Direktor von St. Gallen-Bodensee-Tourismus, als Gemeindepräsident von Gaiserwald und als Kantonsrat immer wieder begegnet. Zuletzt traf ich ihn zu meiner Überraschung als Organisten in der Kathedrale. Er spielte mit Hingabe und Können barocke Musik und zeigte sich dadurch von einer Seite, die mir vorher unbekannt gewesen war.

Er hat also nicht nur Sozialkompetenz, erscheint bisweilen extrovertiert, offen und spontan, ist eine Person, die angeblich das Bad in der Menge liebt, sondern er ist auch in den christlichen Werten verhaftet und hat ethische Kompetenz, was meines Erachtens für eine Führungsposition gerade in der heutigen Zeit unabdingbar ist. Auch fachlich bringt Boris Tschirky Format in den Stadtrat, verfügt er doch über Diplome der Universitäten Zürich und St. Gallen. Weiter hat er als Parlamentarier in Stadt und Kanton wie auch als Mitglied einer Gemeindeexekutive politische Erfahrung und weiss, wie eine öffentliche Verwaltung funktioniert.

Unter diesen Umständen zu sagen, wie vor kurzem in der Zeitung zu lesen war, mit seiner jovialen Art übertünche er einiges Unvermögen, es fehle ihm an Substanz, ist geradezu absurd. Angefügt sei, dass er auch das Familienleben kennt, er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Boris Tschirky hat die von einem Stadtrat verlangten Fähigkeiten, davon bin ich überzeugt. Er ist in der Lage, den Sitz der CVP im Stadtrat erfolgreich zu behaupten.

Hardy Notter-Lendi

Lienertstrasse 10, 9010 St. Gallen

Es wäre ein Vorteil für unsere Stadt, wenn eine Frau, die als Mutter, Kaderfrau und Politikerin die Vereinbarkeit von Beruf und Familie lebt, im Stadtrat mitreden und mitentscheiden könnte. Auch in diesem Bereich ist Sonja Lüthi eine Politikerin, die nicht predigt, sondern ihre politischen Überzeugungen ohne grosses Aufhebens lebt. Für sie ist ein gesunder und nachhaltiger Finanzhaushalt vereinbar mit finanzierbaren Krippenplätzen und flexiblen Betreuungsangeboten, zum Beispiel Mittagstischen an Schulen. Als Stadtparlamentarierin und Kantonsrätin hat sie das Gesamtinteresse vor das Eigeninteresse gestellt, sie ist kompromissfähig und hat bewiesen, dass ihr die Stadt St. Gallen am Herzen liegt. Mit Sonja Lüthi wählen wir eine Stadträtin, die ihre Qualitäten bewiesen hat: gut ausgebildet, beruflich erfolgreich, mutig, offen, kommunikativ und lösungsorientiert.

Dominique Hättenschwiler

Meienbergstrasse 32, 9000 St. Gallen

Das prägendste Wort im Stadtratswahlkampf ist derzeit «Erfahrung». Der eine, Kandidat Boris Tschirky, hat’s scheinbar, die anderen Kandidatinnen und Kandidaten nicht, schreiben einige. Erfahrung ist gut. Teamgeist, Engagement, Weitsicht, Überzeugung aber auch. Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Eigenschaften jenseits von «ist erfahren», «ist anerkannt» und «hat ein grosses Netzwerk», die nötig sind, um ein guter Stadtrat zu sein.

Erfahren sind diejenigen, die mit Sprüchen operieren wie: «Das haben wir doch alles schon probiert.» Es sind die Sprüche der Bremser und der Gestrigen. Die Probleme der Stadt können nicht mit den Lösungsmustern von gestern gelöst werden. Es braucht Lösungen von morgen für die Verkehrsfrage, für die Energiefrage, für die Fragen einer offenen und solidarischen Gesellschaft. Erfahrung ist ein Synonym für «verwalten». Ich traue Andri Bösch zu, seine fortschrittlichen Standpunkte gewinnbringend in der Stadtregierung einzubringen. Darum wähle ich ihn.

Guido Berlinger-Bolt

Hebelstrasse 15, 9000 St. Gallen

Bei den Stadtratswahlen gebe ich am 24. September Sonja Lüthi meine Stimme. Ich finde es bemerkenswert, dass sie bereits mehrere innovative Projekte für die Stadt St. Gallen initiiert und umgesetzt hat: Genossenschaft Solar St. Gallen, Solarkino und DenkBar. Diese und weitere ehrenamtliche Tätigkeiten überzeugen mich davon, dass sie auch im Stadtrat Ergebnisse erzielen wird. Zudem ist es mir als berufstätige Mutter wichtig, zu wissen, dass sie meine Interessen hinsichtlich Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Stadtrat vertritt.

Sandra Frank

Davidstrasse 8, 9000 St. Gallen

Als Nachbarn von Nino Cozzio haben wir uns bereit erklärt, ein Wahlposter von Boris Tschirky an unserer Garagentüre aufzuhängen. Zuerst wurde das Poster mit kleinen Klebern der Juso überklebt. Diese konnte man ohne grossen Schaden wieder abnehmen. Am 2. September lag das Poster am Boden, das Gesicht von Boris Tschirky war mit Messerstichen total verunstaltet. Da muss jemand eine Riesenangst haben, dass er gewählt wird. Wir glaubten weiter an die Meinungsfreiheit in der Schweiz und hängten ein zweites Poster an die Garagenwand. Am 6. Sep­tember lag das Plakat am Boden, und das Gesicht von Boris Tschirky war wieder mit Messerstichen verunstaltet. Wir sind friedliebende Bürger, aber langsam kommt uns die Galle hoch. Wer kann nur so hirnlos und primitiv sein, die Zerstörung eines Plakats als Wahlkampf zu verstehen? Natürlich geben wir nicht auf, und wir hängen das Plakat ein drittes Mal auf. Diesmal das verunstaltete mit dem Hinweis: «Auch mit zerkratztem Gesicht ist er unser Favorit!» Schauen wir mal, was noch passiert.

Hanspeter Etter

Solitüdenstrasse 36, 9012 St. Gallen

Die erfreulichste Podiumsdiskussion in diesem Wahlkampf konnte man am vergangenen Donnerstag mit den beiden Stadtratskandidatinnen in der DenkBar erleben. Ganz ohne laute, plakative und populärspassige Töne. Ruhig, überlegt, sachlich. Das Publikum wusste es zu schätzen und liess sich überzeugen, dass eine zweite Frau den Stadtrat ergänzen sollte. Dass es nicht ein Zweierticket sein kann, wurde offen bedauert. Das frische und forsche Auftreten von Sonja Lüthi kam gut an. Wer aber einen neuen Ton in der Stadtregierung wünscht und auf eine überlegte, auf lebensnahe Erfahrung in Jugend-, Sozial- und Quartierarbeit basierte Stimme in der Exekutive setzt, wird, wie ich, seine Stimme Ingrid Jakober geben.

Clemens Müller

Stadtparlamentarier Grüne

Löwengasse 4, 9000 St. Gallen

Wie kommt die Redaktion dazu, den Auftritt von Boris Tschirky am «Tagblatt»-Podium als souverän zu bezeichnen und seine Statements in den Himmel zu loben? Ich bin wohl nicht die einzige Besucherin, die das ganz anderes empfunden hat. Auch die Aussage: «Die beiden Frauen halten mit den Männern nicht mit», kann ich nicht unterschreiben. Zugegeben, die Antworten von Andri Bösch waren frisch und fundiert, aber auch die Kandidatinnen haben gezeigt, wie sie sich die Zukunft der Stadt vorstellen. Klar und überzeugend haben sie Fragen beantwortet. Beim Podium kam zum Ausdruck: Wer den Autoverkehr nicht ins Uferlose wachsen lassen will, muss Ingrid Jacober, Sonja Lüthi oder Andri Bösch wählen. Ich wünsche mir von der «Tagblatt»-­Redaktion eine neutralere und sachlichere Berichterstattung. Wenn wir zwei gut ausgebildete Frauen zur Auswahl haben, muss ins Gremium des Stadtrates unbedingt eine zweite Frau.

Agnes Haag

Kesselhaldenstr. 25, 9016 St. Gallen

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