Stadtratsersatzwahl vom 26. November: Urbane Frau kontra erfahrener Politiker

«St. Gallen braucht einen Tenor», Ausgabe vom 4. November

Gallus Hufenus
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Sonja Lüthi in den Stadtrat: Weil die Unter-40-Jährigen heute keine Stimme haben im Gremium. Weil sie als Frau und Mutter nicht nur von Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf spricht, sondern sie selber auch lebt. Weil sie aktiv teilnimmt am städtischen Leben. Weil sie den Begriff «liberal» auf die Gesellschaft definiert und für eine offene, pluralistische Stadt einsteht. Weil sie nicht verfilzt ist im Politsystem. Weil sie für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen einsteht. Weil sie unser geschichtliches Erbe wertschätzt und den Geist aus der Textilblüte neu finden will. Weil sie Ideen möglich machen möchte, statt von Leuchttürmen zu sprechen.

Gallus Hufenus

Stadtparlamentarier SP

Burggraben 24, 9000 St. Gallen

In ferner Zukunft setzt sich der Stadtrat vielleicht aus vier Frauen und einem Mann zusammen. Bei einer Vakanz würde dann bestimmt der Ruf erklingen: Es braucht einen zweiten Mann im Stadtrat! Mit Recht! Heute ist es umgekehrt. Deshalb finde ich: Es braucht eine zweite Frau im Stadtrat! Mit Sonja Lüthi haben wir eine Idealbesetzung, die alles mitbringt, was es für dieses Amt braucht. Deshalb wähle ich am Wochenende Sonja Lüthi!

Willi Häne

Obere Wildeggstr. 21, 9000 St. Gallen

Die fortschreitende Klimaveränderung und der bedrohliche Biodiversitätsverlust erfordern nicht nur lautstarke Kommentare, sondern verantwortungsbewusstes Handeln. In unserer Stadt stehen Bau, Entwicklung und Mobilität für viele im Zentrum der Aktivitäten. Ein Fitnessprogramm für die Klimaerwärmung mit Hitzeinseln durch die grossflächige Versiegelung steht nicht auf der politischen Agenda. Grünräume und Familiengärten verschwinden in den Quartieren, auch der nachhaltige Schutz des grünen Rings ist nicht für alle eine Selbstverständlichkeit. Sonja Lüthi bietet Gewähr, dass diesen zentralen Anliegen für Gesundheit und Lebensqualität die nötige Aufmerksamkeit zuteil wird. Nebst dem Baum- und Heckenschutz und dem Erhalt der Grünräume ergänzt ihre Fachkompetenz im Energiebereich die Anliegen des Klimaschutzes in idealer Weise. Deshalb ist jede Stimme für Sonja Lüthi für die Gesundheit von Mensch und Natur, insbesondere für die Kinder und die ältere Bevölkerung in unserer Stadt, so wichtig.

Markus Weissert

Oberhofstettenstr. 69d, 9012 St. Gallen

Wenn ich die Wahl zwischen zwei guten Kandidaten habe, so orientiere ich mich vor allem an den Erfahrungen dieser Personen. Die Anschwärzerei, wie sie teils von Leserbriefschreibern an den Tag gelegt wird, taugt hingegen nicht für eine Auswahl. Die Aufgaben eines Stadtrates sind sehr vielfältig, er entscheidet nicht nur in seiner Direktion, sondern in allen Geschäften des Gesamtstadtrates. Das bedingt ein breitgefächertes Wissen, das nicht nur schulisch, sondern auch praktisch angeeignet wurde.

Mit Boris Tschirky stellt sich ein Kandidat zur Verfügung, der aufgrund seiner Erfahrungswerte das Anforderungsprofil eines Stadtrates voll und ganz abdeckt. Er war mit verschiedenen öffentlichen Aufgaben betraut. Was mich aber vor allem beeindruckt, ist sein offenes, umgängliches Wesen, das ihm erlaubt, mit allen Leuten in gutem Einvernehmen zu reden. Ich wähle daher Boris Tschirky, einen politisch interessierten Mann, der unsere Stadt in allen Bereichen weiterbringen kann.

Alex Stähli Dietlistrasse 71, 9000 St. Gallen

Eine Politikerin im St. Galler Stadtrat, die umweltfreundlich, innovationsfreundlich, familienfreundlich, unternehmensfreundlich und mieterfreundlich zugleich ist? Zu schön, um wahr zu sein? Nein! Es ist schön, dass wir es mit unserer Wahl endlich wahr werden lassen können: Sonja Lüthi erfüllt und vereint tatsächlich all diese Attribute – und kann dank ihrer Umsetzungsstärke, ihrem Unternehmergeist und ihrer Umsicht frischen Wind insbesondere in Richtung zeitgemässer Umwelt- und Energiepolitik in die Zukunft von St. Gallen bringen. Die Erfahrung und Kompetenz dazu bringt sie als Unternehmerin, Familienfrau, Politikerin und erfolgreiche Pusherin längst mit. Als Kollegin und Mitstreiterin in diversen Projekten haben mich Sonja Lüthis Vorwärtsmachen, ihre loyale und konstruktive Umgangsweise und ihre erfrischende Art restlos überzeugt. Und es macht auch noch Spass mit ihr, denn sie bewegt richtig etwas vorwärts! In St. Gallen gibt es genug zu tun. Die Zeit ist mehr als reif. Nutzen wir diese Chance mit der Wahl von Sonja Lüthi zur Stadträtin.

Manuela Pia Fuchs

St.-Georgen-Strasse 193, 9011 St. Gallen

Auf den ersten Blick sieht es ja so aus, als ob Boris Tschirky für «Mehr vom Gleichen» steht: ein Mann, ein CVPler, ein Bürgerlicher. Und auch auf den ersten Blick steht Sonja Lüthi für «neue Impulse für den Stadtrat»: eine Frau, eine Grünliberale, eine Städterin. Dabei ist es umgekehrt: Sonja Lüthi unterscheidet sich politisch praktisch nicht von Peter Jans, Maria Pappa und Markus Buschor. Den Beweis, neben grün auch liberal zu sein, sind sie und ihre Partei in St. Gallen bisher schuldig geblieben. Wer sie wählt, wählt «mehr vom Gleichen». Aus einer Mitte-links-drei-Stimmen-Mehrheit würde eine Mitte-links-vier-Stimmen-Mehrheit.

Abgesehen davon, dass sich der bürgerliche Stadtpräsident nach der Wahl von Sonja Lüthi fragen dürfte, ob er sich das noch länger antun will: Die Stadt braucht auch andere Meinungen und Haltungen in der Exekutive, wenn diese den «Puls» von Bevölkerung und Wirtschaft spüren und im Gremium ernstnehmen soll. Der Stadt tut es gut, wenn ein «Nicht-Städter» (der aber die Stadt sehr gut kennt und hier mehrere Jahre gelebt hat) und «Nicht-Linker» in den Stadtrat gewählt wird.

Boris Tschirky hat sein Ohr beim Volk, ist kommunikativ und nimmt die Anliegen der Wirtschaft in seine Überlegungen auf. Er hat sich in seinen Funktionen bei der Wirtschaftsförderung und bei St. Gallen- Bodensee-Tourismus erfolgreich für den Standort engagiert. Sonja Lüthi mag eine valable Kandidatin sein, wenn dereinst Peter Jans oder Markus Buschor zurücktritt. Jetzt aber bringt Boris Tschirky die andere Perspektive ein und damit den Stadtrat und die Stadt weiter.

Michael Hugentobler

Stadtparlamentarier CVP

Schokoladenweg 5 , 9011 St. Gallen