Stadtrat will Lärmschutzwall statt Deponie

Drucken
Teilen

Gossau Das Gebiet Radmoos an der Gossauer Stadtgrenze Richtung Oberbüren soll dereinst eine Deponie beherbergen. Zumindest ist es im kantonalen Richtplatz als möglicher Standort aufgeführt. Der Stadtrat lehnt die Deponie ab, wie er in einer Mitteilung schreibt. Im Westen von Gossau auf Gemeindegebiet von Oberbüren seien bereits acht Deponien in Planung. Der Stadtrat befürchtet deshalb Überkapazitäten in der Region, sollten alle Standorte realisiert werden.

Der Stadtrat fordert den Kanton auf, dass er seine Koordinationsaufgabe für alle Deponievorhaben wahrnimmt. Zudem verlangt er klare Aussagen darüber, wie das zusätzliche Verkehrsaufkommen, das die Deponien ­verursachen, bewältigt werden kann, wie er weiter schreibt.

Der Stadtrat zieht derweil eine alte Idee aus der Schublade, wonach ein Lärmschutzwall entlang der Autobahn gebaut werden soll. Dieser soll aus Aushubmaterial bestehen und könnte demnach die geplante Deponie ersetzen. Alfred Zahner, Präsident der Flig, kämpft seit Jahren für dieses Ansinnen und brachte es kürzlich wieder ins Spiel, nachdem bereits im Jahr 2000 ein Plan ausgearbeitet wurde. Der Stadtrat fordert nun den Kanton dazu auf, diese Idee eingehend zu prüfen, bevor der Standort definitiv in den Richtplan aufgenommen wird. (sk/nh)