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Stadtrat gegen Strassentunnel Riethüsli

Am 9. August überreichte der Quartierverein Riethüsli eine Petition, wonach sich die Stadt für einen Strassentunnel von der Liebegg bis zur Kreuzbleiche stark machen soll. Für den Stadtrat wäre eine solche Lösung aber zu wenig wirksam.
Täglich 12 500 Fahrzeuge umfasst der Durchgangsverkehr im Riethüsli. (Bild: Ralph Ribi)

Täglich 12 500 Fahrzeuge umfasst der Durchgangsverkehr im Riethüsli. (Bild: Ralph Ribi)

Eine Petition ist zwar kein offizieller politischer Akt. Dennoch reagieren die Behörden häufig relativ rasch. So auch der Stadtrat auf die Forderung des Quartiervereins Riethüsli nach einem Strassentunnel von der Liebegg an der Kantonsgrenze zu Appenzell Ausserrhoden bis zum Autobahnanschluss Kreuzbleiche. Das Tiefbauamt erarbeitete zusammen mit einem Ingenieurbüro eine Machbarkeitsstudie und klärte die möglichen Verkehrsentwicklungen ab.

Kostenpunkt: 300 Millionen

Demnach wäre ein zwei Kilometer langer Tunnel mit je einer Spur in jede Richtung erforderlich. Ebenso müsste eine rund 100 Meter lange Brücke errichtet werden. Diese Bauten inklusive Lüftungsanlagen und Sicherheitsinstallationen kämen auf mehr als 300 Millionen Franken zu stehen.

Bei täglich rund 12 500 Fahrzeugen, welche die Zählstelle Riethüsli passieren, würde der Tunnel gemäss Modellrechnungen zu einer Entlastung von ungefähr 30 Prozent führen. «Das heisst, die Teufener Strasse bliebe mit rund 9000 Fahrzeugen pro Tag weiterhin eine stark befahrene übergeordnete Strasse», heisst es im Schreiben an Hannes Kundert, den Präsidenten des Quartiervereins. Gemäss den Kriterien des Kantons für das 15. Strassenbauprogramm wäre aber eine Verkehrsverlagerung von über 50 Prozent notwendig.

Die Erstellung eines solchen Tunnels würde gemäss Stadtrat das Angebot für den motorisierten Verkehr stark erhöhen, wofür aber keine ausreichende Gründe vorlägen. Dies auch im Vergleich mit der Verkehrsbelastung anderer Stadtgebiete.

Bahntunnel weiter voran

2000 Unterschriften hatte der Quartierverein für sein Anliegen eingereicht. Dieses ist aber nicht zu verwechseln mit dem Tunnelprojekt der Appenzeller Bahnen, das einen Durchstich im Riethüsli hinunter zur Ruckhalde vorsieht. Es steht in Verbindung mit der Errichtung der Durchmesserlinie von Appenzell via St. Gallen Hauptbahnhof nach Trogen.

Daran beteiligen sich die Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sowie die Stadt St. Gallen, vorausgesetzt deren zuständigen Behörden stimmen den Leistungen von insgesamt 90 Millionen Franken zu. (th)

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