Stadtrat findet Unicef-Label unnötig und zu teuer

GOSSAU. Die Kinderfreundlichkeit der Stadt Gossau ist gut, findet der Stadtrat. Deshalb seien Bemühungen, das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» zu erlangen, unnötig – auch wegen Kosten von gegen 40 000 Franken.

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GOSSAU. Die Kinderfreundlichkeit der Stadt Gossau ist gut, findet der Stadtrat. Deshalb seien Bemühungen, das Unicef-Label «Kinderfreundliche Gemeinde» zu erlangen, unnötig – auch wegen Kosten von gegen 40 000 Franken. So antwortet der Stadtrat auf die Einfache Anfrage «Unicef-Initiative <Kinderfreundliche Gemeinde>» von Flig-Parlamentarier Erwin Sutter.

Handlungsbedarf vorhanden

Dass die von der Unicef definierten Kernentwicklungsfelder wie Stärkung der Partizipation von Kindern, Intensivierung der Koordination verschiedener Angebote oder die Erarbeitung eines Leitbilds für Kinder- und Jugendfragen teilweise auch in Gossau ein Bedürfnis darstellen, bejaht auch der Stadtrat.

So verfüge Gossau über keine Leitlinien und Richtsätze zur Kinder- und Jugendpolitik, an denen das politische und verwaltungstechnische Handeln ausgerichtet werden könnte. Doch um etwas in diese Richtung zu unternehmen, brauche es keine neuen Labels. «Der Stadtrat verzichtet daher, teils auch aus Kostengründen, auf eine Teilnahme am Zertifizierungsprozess.»

Viele Massnahmen ergriffen

Erwin Sutter hatte auch wissen wollen, wie der Stadtrat die Kinderfreundlichkeit Gossaus beurteilt. Dieser listet eine Reihe von Massnahmen auf, die dies bezeugen sollen. Der Stadtrat nennt etwa die Familienergänzende Kinderbetreuung, das laufende Projekt für Tagesstrukturen oder die Elternbildung, welche von der Stadt unterstützt werde.

Eine kinderfreundliche Stadt ist gemäss Stadtrat «eine freundliche Stadt für alle». Gossau sei eine familienfreundliche Stadt, die heute schon über ein vielfältiges Angebot für Kinder und Familien verfüge. (jw)

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