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STADTRAT: Basis entscheidet am 17. Juli

Auch die Grünliberalen treten mit einer Kandidatur zur Ersatzwahl für den zurücktretenden CVP-Stadtrat Nino Cozzio an. Kandidatennamen gab’s gestern noch keine.
Bei der letzten Gesamterneuerungswahl für den Stadtrat im Herbst 2016 schickten die Grünliberalen erstmals einen Kandidaten für dieses Gremium ins Rennen. Veit Rausch (links im Bild an einer Podiumsdiskussion) forderte Stadtpräsident Thomas Scheitlin heraus. (Bild: Ralph Ribi (1.9.2016))

Bei der letzten Gesamterneuerungswahl für den Stadtrat im Herbst 2016 schickten die Grünliberalen erstmals einen Kandidaten für dieses Gremium ins Rennen. Veit Rausch (links im Bild an einer Podiumsdiskussion) forderte Stadtpräsident Thomas Scheitlin heraus. (Bild: Ralph Ribi (1.9.2016))

Die Grünliberalen treten definitiv zur Ersatzwahl für den CVP-Sitz im Stadtrat an. Den Entscheid begründeten sie gestern in einer Mitteilung. Für die Partei muss die Exekutive das politische Meinungsspektrum möglichst umfassend abbilden. Das sei bei der heutigen Zusammensetzung des Gremiums gegeben. Dies, weil in der Stadtregierung «neben rechtsbürgerlichen und klassisch-linken» Politikern mit der Person von Nino Cozzio «eine besonnen-vermittelnde Stimme» aus dem christlichsozialen Spektrum vertreten sei. Dass dies Wählerinnen und Wählern wichtig ist, leiten die Grünliberalen aus dem Resultat von Stadtrat Cozzio im Herbst 2016 ab: Trotz bekannter Gesundheitsprobleme sei er mit einem Spitzenresultat bestätigt worden.

Für die Grünliberalen taugt keine der bisherigen Kandidaturen für den Ersatz von Nino Cozzio. Einerseits bewerben sich gemäss ihrer Interpretation «zwei gestandene Herren mit kaum un­terscheidbarer, pointiert-rechtsbürgerlicher Ausrichtung» um die Nachfolge – Boris Tschirky (CVP) und Jürg Brunner (SVP). Anderseits trete «eine wenig profilierte Kandidatin vergleichbaren Alters mit inhaltlicher Ausrichtung am äussersten linken Rand» an – die Grüne Ingrid Jacober. Diese Ausgangslage habe die Grünliberalen bewogen, eine eigene Kandidatur aufzubauen, heisst es in der Mitteilung. Sie soll «die progressive Mitte» anstelle von Nino Cozzio vertreten.

Drei potenzielle Kandidaten stellen sich den Mitgliedern

Wer für die Grünliberalen in den Wahlkampf um die Nachfolge des CVP-Stadt­rats steigen wird, ist allerdings derzeit noch offen. Und nominiert wird die Kandidatin oder der Kandidat in einem bisher in der Stadtpolitik ungewohnten Verfahren: Der Parteibasis werden am 17. Juli drei Vorschläge unterbreitet. Die Mitglieder gewichten «die sich der Aufgabe stellenden Persönlichkeiten im Hinblick auf deren Potenzial für die anstehende Aufgabe und mandatiert die obsiegende Kandidatur», wie es in der grünliberalen Mitteilung heisst.

Mit anderen Worten: Die Mitglieder bestimmen, wer von den drei Personen, die sich zur Verfügung stellen, dann auch in den Wahlkampf steigen darf. Danach, am 18. Juli, 9 Uhr, wird die Kandidatur «interessierten Medienschaffenden in einer zentral gelegenen Lokalität der St. Galler Altstadt präsentiert». Anschliessend wird die Kandidatin oder der Kandidat der Grünliberalen Fragen beantworten. Und dies alles an einem «Ort des Dialogs, der ausdrücklich auch dem kreativen Denken gewidmet ist».

Die drei potenziellen Kandidaten haben Miliz-Engagements hinter sich. Eine Person verfügt über ­Erfahrung in Unternehmens­führung, zwei haben Par­lamentserfahrung. Je mindestens eine Person ist männlich und eine weiblich. Eine Person ist mehrere Jahrzehnte von der Pensionierung entfernt. Und alle drei setzen sich ausdrücklich für grünliberale Werte ein und sind in der Partei bestens bekannt.

24. Juli, 24. September und allenfalls 26. November

Nino Cozzio tritt krankheitshalber auf Ende Jahr aus der Stadtregierung zurück. Die Ersatzwahl findet im Herbst statt. Der erste Wahlgang ist auf den 24. September festgelegt worden, falls ein zweiter nötig wird, findet dieser am 26. November statt. Die Anmeldefrist von Kandidierenden für den offiziellen Wahlzettel läuft am 24. Juli ab. (vre)


"Dieses Mal bitte ernsthaft!": Ein Kommentar zur Kandidatur der Grünliberalen

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