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STADTPRÄSIDIUMS-WAHL: Trotz unheiliger Allianz: CVP will konstruktiv bleiben

Wolfgang Giella ist neuer Stadtpräsident von Gossau. Florin Scherrer, CVP-Stadtparlamentarier und Wahlhelfer des unterlegenen Daniel Lehmann, spricht von einer Wahl, die Gossau in dieser Art noch nie erlebt habe.
Sebastian Schneider
Der unterlegene Daniel Lehmann. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der unterlegene Daniel Lehmann. (Bild: Hanspeter Schiess)

Mit dem gestrigen Wahlsonntag ging auch ein langer, intensiver Wahlkampf zu Ende. Über 6000 Gossauer Stimmbürger haben ihr Wahlkuvert ausgefüllt und abgegeben. Die Stimmbeteiligung von 50 Prozent ist nicht nur das Verdienst der beiden Kandidaten, sondern auch von zahlreichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Florin Scherrer, CVP-Stadtparlamentarier und Vertreter der Wahlhelfer Daniel Lehmanns, spricht im Nachgang auch von einer Wahl, die Gossau in dieser Art noch nie erlebt hat. Für ihn ist die hohe Stimmbeteiligung ein schönes Zeichen; sie zeige, wie wichtig dieses Amt für die Stadt Gossau ist.

Aus seiner Sicht gibt es viel Positives zu notieren. Der Wahlkampf sei grösstenteils fair verlaufen. Klar, gegen Schluss habe sich gezeigt, dass auf beiden Seiten die Nerven strapaziert waren. Selbst in den Medien habe sich das widerspiegelt. Mitunter seien Bagatellen hochstilisiert worden.

Markus Rosenberger, SVP-Stadtparlamentarier und Vertreter der Wahlhelfer von Wolfgang Giella, ist erleichtert, dass die Wahl nun vorüber ist – «darüber sind wahrscheinlich beide Seiten froh». Im zweiten Wahlgang habe man gespürt, dass die CVP engagiert für Daniel Lehmann gekämpft hat. Gegen Schluss sei man auch unsicher geworden und sei sich einer Mehrheit für den parteilosen Wolfgang Giella aus Chur nicht mehr gewiss gewesen. «Wir haben gesehen, wie die Lehmann-Seite mobilisiert hat und auch die Stimmbeteiligung immer höher wurde.» Am Wahlkampf habe man gegenüber dem ersten Wahlgang dennoch nichts verändert. Rosenberger ist sichtlich froh, dass das Resultat deutlich für Giella ausfiel. Die Deutlichkeit des Resultats sei auch wichtig, um so rasch wie möglich wieder zur Tagesordnung übergehen zu können. «Es stehen viele wichtige Geschäfte an.»

Die wählerstärkste Partei will verlässlich bleiben

Natürlich sei man ob des Resultates enttäuscht, sagt Florin Scherrer. Er habe Wolfgang Giella aber bereits gratuliert, auch im Namen der CVP und der Wahlhelfer, die für Daniel Lehmann einen grossen Einsatz geleistet hätten. Nun werde der Stab die Wahlen vertieft auswerten. Auch wenn das Resultat nicht gut aussehe, habe man viele gute Rückmeldungen erhalten. Vieles sei richtig gemacht worden. Der CVP steht laut Scherrer nichts im Wege, sich auch in Zukunft als wählerstärkste Partei zu profilieren. «Die CVP wird weiterhin die zuverlässige Ansprechpartnerin in der Gossauer Politik sein.» Und: «Wir werden weiterhin Verantwortung übernehmen.» Die CVP werde sich alle Mühe geben, dass das politische Klima in Gossau konstruktiv bleibe.

Auf der Seite der Giella-Helfer ist eine Auswertung natürlich weniger zentral. «Klar werden wir noch eine Analyse vornehmen», sagt Rosenberger. Danach gehe aber jede Partei wieder ihren eigenen Weg. Dies solle jedoch nicht heissen, dass man nicht mehr aufeinander zugehe. «Wir haben schon immer einen guten Austausch mit anderen Parteien gepflegt – auch mit der CVP», sagt Rosenberger. So hat die «Unheilige Allianz gegen die CVP» keine neuen Freund- oder Feindschaften ergeben. Rosenberger betont, dass ein gemeinsames Bier nach langen Diskussionen unabhängig von dieser Wahl wichtig bleibe. Ähnlich, aber mit anderen Worten, sieht es Florin Scherrer. «Wir werden hart in der Sache bleiben, aber fair, wenn es um den Menschen geht. Dies ist auch ein wichtiger Wert der CVP, der Bestand haben wird.»

Sebastian Schneider

sebastian.schneider@tagblatt.ch

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