Stadtpolitik ohne Parlament

RORSCHACH. Im Buch «Stadt als Bühne» bedauert die Rorschacherin Hannelore Fuchs die Abschaffung des Rorschacher Parlaments. Politologieprofessor Silvano Moeckli äussert sich in einem Tagblatt-Interview zu Stadtpolitik ohne Parlament.

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Silvano Möckli, Politologieprofessor und ehemaliger Rorschacher Gemeinderat. (Bild: pd)

Silvano Möckli, Politologieprofessor und ehemaliger Rorschacher Gemeinderat. (Bild: pd)

Der an der Universität St. Gallen und als Wahlexperte tätige Fachmann aus Rorschach berichtet von einer Tendenz: In jüngster Zeit sind mehr Gemeindeparlamente abgeschafft als neu eingeführt worden. Primär sei Unzufriedenheit mit dem Bestehenden, deshalb die Suche nach anderen Strukturen der Grund.

In Rorschach stand der Ruf nach ganzheitlicher Politik zur Entwicklung der geschwächten Stadt im Vordergrund.

Silvano Möckli nennt Arbon, wo ein Parlament eingeführt wurde, als Beispiel, «dass man durchaus auch mit einem Parlament eine Stadtentwicklungspolitik betreiben kann».

Ohne Parlament können aktive Bürger und Parteien weniger mitwirken in der Stadtpolitik. Möckli denkt jedoch, «dass der grosse Teil der Rorschacher Bevölkerung die Abschaffung des Gemeindeparlaments nicht als Verlust wahrnimmt». (fbi.)

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