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STADTNATUR: Weiher aufwerten, Damm verstärken

Der Bildweier liegt in Winkeln mitten im Siedlungsgebiet. Trotzdem ist er ein wichtiger Lebensraum für einheimische Amphibien und Vögel. Und das soll er bleiben.
Der Bildweier in Winkeln. Das Gewässer und sein Umfeld sollen ein Paradies für Vögel und Amphibien bleiben. (Bild: Reto Voneschen)

Der Bildweier in Winkeln. Das Gewässer und sein Umfeld sollen ein Paradies für Vögel und Amphibien bleiben. (Bild: Reto Voneschen)

In den nächsten Jahren soll der Bildweier, der künstlich aufgestaut und ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung ist, saniert werden. Das Vorhaben ist gemäss Mitteilung der Stadt zweiteilig: Zum einen sind Aufwertungsmassnahmen zugunsten der Amphibien geplant, zum anderen muss die Stabilität des Damms verbessert werden.

Wieder mehr Tümpel für die Hochzeit der Frösche

Im Amphibienlaichgebiet Bildweier sind Grasfrösche, Erdkröten, Berg- und Fadenmolche anzutreffen. Sie alle benötigen für die Fortpflanzung flache, möglichst fischfreie Tümpel, in denen sich die Kaulquappen und Larven jeweils von Frühjahr bis Sommer entwickeln können. Und genau solche Gewässer fehlen seit längerer Zeit am Bildweier. Zusammen mit dem Amphibienexperten Jonas Barandun und dem Naturschutzverein hat die Stadt jetzt Aufwertungsmassnahmen erarbeitet, die dieses Manko beseitigen sollen. Vorgesehen ist, neue Laichtümpel südlich des Bildweiers und nahe der Bushaltestelle Mövenstrasse auszubaggern. Das Aushubmaterial wird am Rand des Gebiets zwischengelagert und in trockenem Zustand abtransportiert. Die Ortsbürgergemeinde unterstützt die Unterhaltsarbeiten mit Geldern aus dem Straubenzeller Fonds.

Im Rahmen eines zweiten Vorhabens will die Stadt die Stabilität des Damms und damit die Hochwassersicherheit am Bildweier verbessern. Untersuchungen des Tiefbauamtes haben gemäss Mitteilung Defizite in diesen Bereichen ergeben. Noch in diesem Frühling soll dafür eine Detailprojektierung gestartet werden. Neben der Stabilisierung des Dammes werden in seinem Rahmen diverse alte Auslaufbauwerke durch ein möglichst naturnahes Auslaufgerinne ersetzt. Zudem soll die Artenvielfalt erhöht werden. Umgesetzt werden diese Massnahmen frühestens ab Winter 2019/20. (pd/vre)

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