Stadtkonzept auf dem Prüfstand

«Rorschach plus» hat das räumliche Stadtentwicklungskonzept unter die Lupe genommen und viele Themenbereiche kontrovers diskutiert. Die Neugestaltung des Marktplatzes und eine autofreie Neugasse wurden als Idee eingebracht.

Res Lerch
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Rege Diskussionen rund um das räumliche Stadtentwicklungskonzept von Rorschach. (Bild: Res Lerch)

Rege Diskussionen rund um das räumliche Stadtentwicklungskonzept von Rorschach. (Bild: Res Lerch)

RORSCHACH. Matthias Thür als Präsident von «Rorschach plus» konnte 20 interessierte Personen im Restaurant Marktplätzli begrüssen. Besonders freute ihn, dass sich Markus Fäh, Leiter Stadtentwicklung, und Bruno Seelos, Stadtschreiber, Zeit genommen hatten und im weiteren Verlauf des Abends sicher die eine oder andere Frage beantworten konnten. Markus Fäh erläuterte einleitend nochmals die drei Schwerpunkte des räumlichen Stadtentwicklungskonzepts, das bereits am 16. März anlässlich eines Stadtapéros präsentiert wurde. Die drei Leitideen «Ausrichtung auf den See – Die Stadt Rorschach findet zu sich», «Urbanes Zentrum – Gewachsene Strukturen weiterdenken» und «Rorschach hat Potenzial – Entwicklungsgebiete und -Schwerpunkte» sind von zentraler Bedeutung für dieses Konzept.

Bäche offenlegen

Matthias Thür teilte die Teilnehmenden an diesem Informationsabend in drei Gruppen auf. In der Folge entwickelten sich dynamische Diskussionen und es sprudelte nur noch so von Ideen. So wurde beispielsweise angeregt, die Gässchen zwischen Hauptstrasse und Bahnkante aufzuwerten und noch vermehrt das Wasser in die Stadt zu bringen (Bäche offenlegen). Eine andere Gruppe will den Marktplatz neu gestaltet haben, und zwar ohne Pavillon. Andere wollen den Lindenplatz aufwerten, seine unmittelbare Umgebung von Müll befreien und endlich verkehrsfrei machen.

Postfächer auslagern

Eine Gruppe will eine autofreie Neugasse umgesetzt haben und klären lassen, wie die Postfächer ausgelagert werden können. Kontrovers wurden auch die noch vorhandenen Schrebergärten diskutiert.

Ebenfalls angesprochen wurden mögliche weitere Bauvorhaben, wie beispielsweise auf dem Bossart- oder dem Scapa-Areal, oder allenfalls auf dem Coop-Parkplatz. Zudem wurde angeregt, dass die Stadt Rorschach auch sämtliche auswärtige Grundeigentümer mit diesem Stadtentwicklungskonzept bedient und so deutlich machen kann, dass in Rorschach einiges im Tun ist. Im besten Fall wird sich der eine oder andere Liegenschaftsbesitzer von der Rorschacher Aufbruchstimmung anstecken lassen.

Ideen einreichen

Präsident Matthias Thür hielt abschliessend fest, dass sich «Rorschach plus» aktiv an dieser öffentlichen Vernehmlassung beteiligen wird und kündigte an, die jeweiligen Schwerpunkte der Diskussion schriftlich einzureichen. Zum veröffentlichten räumlichen Stadtentwicklungskonzept können sich alle interessierten Personen, Gruppierungen und Parteien bis Ende Juni 2015 äussern. Markus Fäh wie Bruno Seelos riefen nochmals dazu auf, diese Chance zu nutzen und den Stadtrat bei der Suche nach idealen Konzeptlösungen für die Entwicklung der Stadt als Lebens-, Wohn- und Arbeitsort zu unterstützen. Nach einer ersten Sichtung der Vernehmlassungen werde der Stadtrat dann erneut informieren.

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