Stadt will Jura-Windstrom

Ein Vertrag über 19 Jahre soll der Stadt Strom aus einem Windpark im Berner Jura sichern. Windstrom sei derzeit die günstigste erneuerbare Energie.

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Die Stadt will Alternativenergie fördern und den Strommix mit «sauberem» Strom anreichern. Nun schlägt der Stadtrat dem Parlament vor, ein «Windenergie-Unterbezugsrecht» bei einer Anlage im Berner Jura zu erwerben. Es handelt sich dabei um eine Anlage der Bernischen Kraftwerke (BKW). Der Vertrag soll über 19 Jahre laufen, eine Kilowattstunde (kWh) soll 15,5 Rappen kosten. Die Anlage am Mont Crosin bei St-Imier ist bereits seit dem letzten Jahr in Betrieb.

«Chance für St. Gallen»

Im Bereich der erneuerbaren Energien nehme die BKW eine führende Rolle in der Schweiz ein, schreibt der Stadtrat weiter. Es sei eine Chance für St. Gallen, «zertifizierte Windkraft» aus einer schweizerischen Produktionsanlage zu übernehmen. Zudem sei die Windenergie bei den erneuerbaren Energien derzeit die «mit Abstand günstigste realisierbare Option» und werde stark gefördert. Und der Druck auf die «Endverteiler», also beispielsweise die Städte, den Anteil an erneuerbaren Energien zu erhöhen, werde zunehmend grösser.

Weiter heisst es in der Vorlage, dass für den Strom vom Mont Crosin eigentlich 20,5 Rappen pro kWh zu bezahlen wäre. Man habe aber eine Einmalzahlung in der Höhe von einer Million Franken vereinbaren können, womit der Preis auf 15,5 Rappen pro kWh habe gesenkt werden können.

Option bis ins Jahr 2035

Stimmt das Stadtparlament zu, läuft der Vertrag ab dem 1. Januar 2012 bis Ende 2030. Es besteht zudem eine Option auf Verlängerung des Vertrags bis ins Jahr 2035, dann aber mit Kosten von 18,5 Rappen pro kWh. Der Windpark am Mont Crosin besteht aus 16 Anlagen und hat ein Besucherzentrum. Der Beschluss des Stadtparlaments untersteht dem fakultativen Referendum. (kl)

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