Stadt will Baulandreserven verkaufen

Der Westen St. Gallens ist bei Firmen gefragt. Daher will die Stadt die Baulandreserven im Gebiet Altenwegen verkaufen. Zuerst muss das Parlament einer entsprechenden Vorlage zustimmen.

Nina Rudnicki
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Westlich des Zentrums, im Gebiet Altenwegen, liegt die grösste zusammenhängende Baulandreserve für Gewerbe und Industrie. Von der 49 000 Quadratmeter grossen bebaubaren Fläche gehören 33 500 Quadratmeter der Stadt, der Rest der Max Pfister AG. Nun möchte der Stadtrat dazu ermächtigt werden, die städtischen Baulandreserven im Wert von knapp 14 Millionen Franken zu verkaufen, wie aus einer Parlamentsvorlage hervorgeht.

Betriebe mit wenig Verkehr

Die Stadt will, dass sich in dem Gebiet Betriebe ansiedeln, die nicht viel Verkehr anziehen, also Unternehmen aus dem Bereich Produktion und Dienstleistungen. Deshalb gilt für das Gebiet wegen einer Zonenplanänderung seit vergangenem November eine Fahrtenbeschränkung. Neubauten werden nur bewilligt, wenn sie während der Spitzenstunden an den Wochenenden nicht mehr als 25 Fahrten pro Hektar auslösen. Dadurch soll der Bau neuer Einkaufs- und Freizeitzentren vermieden werden. Denn diese würden nur noch mehr Autos in das Gebiet locken, das bereits heute ein massives Verkehrsaufkommen hat.

Synergien nutzen

Stimmt das Stadtparlament der Vorlage zu, ist die Genehmigung der einzelnen Kaufverträge künftig Sache des Stadtrates. Mit dieser Kompetenzerteilung könnte ein rasches Vorgehen bei Interessenten ermöglicht werden, so dessen Begründung. Bei der Vergabe des Baulandes will die Stadt ortsansässige, aber auch neu zuziehende Unternehmen berücksichtigen. Zu den Rahmenbedingungen der Baulandabgabe gehört, dass die jeweiligen Betriebe von der Stadt und der privaten Grundeigentümerin, der Max Pfister AG, gemeinsam ausgewählt werden. So könnten Synergien geschaffen und genutzt werden, heisst es in der Vorlage. Insbesondere im Bereich der Erschliessung, der Anlieferung, der Energie und der Parkplätze. Für die öffentliche Erschliessung des Gebiets ist vorgesehen, die westlich liegende Piccardstrasse zu verlängern. Ein entsprechendes Projekt wird gemäss Vorlage vom Tiefbauamt ausgearbeitet.