Stadt St.Gallen rechnet mit Defizit

ST.GALLEN. Die Stadt St.Gallen rechnet für das nächste Jahr mit einem Defizit von 6,6 Millionen Franken. Steigende Ausgaben für Sozialhilfe, Schulen und den öffentlichen Verkehr belasten den Haushalt. Hinzu kommt ein grosser Investitionsbedarf.

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Die Stadt St.Gallen rechnet mit einem Fehlbetrag von 6,6 Millionen Franken für das kommende Jahr. (Bild: Reto Martin)

Die Stadt St.Gallen rechnet mit einem Fehlbetrag von 6,6 Millionen Franken für das kommende Jahr. (Bild: Reto Martin)

Stadtpräsident Thomas Scheitlin sprach am Montag von einem "akzeptablen Budget" in angespannter Situation und in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld. Eine Steuererhöhung sei nicht nötig, das Defizit könne durch die gute Eigenkapitalbasis aufgefangen werden.

Der finanzpolitische Spielraum bleibt laut Scheitlin aber minimal. Zusätzliche Abschreibungen und die Bildung von Reserven seien praktisch nicht möglich.

Das Budget sieht Ausgaben von 563,7 Mio. Franken (+0,7 Prozent) und Erträge von 557,1 Mio. Franken (+1,2 Prozent) vor. Die Steuererträge sollen um 2,5 Prozent auf 259 Mio. Franken steigen; dies sei erfreulich, sagte der Stadtpräsident.

Schulden nehmen zu
Eine Herausforderung sei der grosse Investitionsbedarf. Die geplanten Nettoinvestitionen von 63 Mio. Franken kann die Stadt nur gut zur Hälfte aus eigenen Mitteln finanzieren. Die fehlenden 27,2 Mio. Franken führen zu einem Schuldenanstieg. Dank des Eigenkapitals bleibt die Nettoverschuldung aber gering.

Grösste «Brocken» bei den Investitionen sind die Erneuerung des Bahnhofplatzes, der Bau des neuen Naturmuseums und Schulbauten. Besser als budgetiert wird die Rechnung 2015 abschliessen: Wie Scheitlin erklärte, dürften höhere Steuereinnahmen das budgetierte Defizit von 9 Mio. Franken eliminieren. (sda)