STADT ST.GALLEN: Abfallberge an der Sitter

Ganze Müllberge sind an der Sitter liegengeblieben. Anwohner sind verärgert. Nur selten erwischt die Polizei die Übeltäter.

Tim Naef
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Bild: Ruedi Gamper

Bild: Ruedi Gamper

Eigentlich wollte er nur mit seinem Kajak von Appenzell bis St.Gallen fahren. Doch als Ruedi Gamper die Fürstenlandbrücke erreicht, kann er es nicht fassen. "In der und rund um die Sitter türmte sich der Abfall", sagt Gamper. "Es kam zwar schon einige Male vor, dass Müll an der Sitter liegen geblieben ist, aber so etwas habe ich hier noch nicht erlebt." Es mache ihn einfach wütend, dass Menschen so verantwortungslos mit der Umwelt umgehen.

Damit der Müll nicht mit steigendem Flusspegel weggeschwemmt wird, räumte Ruedi Gamper zusammen mit einem Freund das Chaos selbst auf. "Am Ende waren es fünf volle 110-Liter-Abfallsäcke." Nebst Plastik und unzähligen zerbrochenen Flaschen seien auch verpackte Bratwürste herumgelegen.

Bild: Ruedi Gamper

Bild: Ruedi Gamper

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Bild: Ruedi Gamper

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Polizei war vor Ort
"Der ganze Müll stammt sehr wahrscheinlich von einer Party vom Wochenende", so Ruedi Gamper. Ein Anwohner - Gamper wohnt ebenfalls gleich neben der Sitter - habe in der Nacht auf Sonntag wegen des Party-Lärms die Polizei gerufen. Die Stadtpolizei bestätigt, dass es dieses Wochenende an der Sitter zu einer Lärmklage gekommen ist. "In der Nacht auf Sonntag ist eine Patrouille der Stadtpolizei an die Sitter ausgerückt", sagt Roman Kohler, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen. "Die Polizisten trafen dann auch mehrere Personen am Fluss an und ermahnten diese zur Ruhe."

Es kommt laut Kohler eher selten vor, dass Müll an den Flüssen liegenbleibt. Das gilt auch für die Sitter. "Es hängt aber auch mit dem Wetter zusammen. Dieses Jahr hatten wir wegen des eher durchschnittlichen Sommers wenige Zwischenfälle." Es sei aber schwierig, gegen Littering oder illegale Entsorgung von Abfall vorzugehen. "Im besten Fall erwischen wir die Übeltäter in flagranti, damit wir etwas unternehmen können."