Stadt soll mehr Krippenplätze anbieten

Die SP-Stadtparlamentarier Marie-Theres Thomann und Pascal Kübli haben beim Stadtrat ein Postulat zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit eingereicht. Hintergrund des Vorstosses ist der am 3. März am Ständemehr gescheiterte Familienartikel.

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Die SP-Stadtparlamentarier Marie-Theres Thomann und Pascal Kübli haben beim Stadtrat ein Postulat zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit eingereicht. Hintergrund des Vorstosses ist der am 3. März am Ständemehr gescheiterte Familienartikel. «Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt St. Gallen haben diesem klar und deutlich zugestimmt», schreiben die Postulanten. Damit bringe die Bevölkerung zum Ausdruck, dass ihr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Anliegen sei.

Es fehlt die Koordination

Für Thomann und Kübli heisst Familienpolitik: «Familien in ihren Bedürfnissen ernst nehmen und sie darin unterstützen.» Dazu brauche es ein bedarfsgerechtes Angebot an Tagesstrukturen. Die Unterstützung von Familien seitens der Stadt lässt für die beiden Politiker zu wünschen übrig. «Die Stadt betreibt nur eine eigene Kinderkrippe», schreiben sie in dem Postulat. «Die anderen werden durch Private geführt und zum Teil über Leistungsaufträge unterstützt.» Unklar sei die Koordination des Angebots und wie Eltern zu einem Krippenplatz kämen. «Hier wäre die Stadt als Koordinatorin gefragt», fordern Thomann und Kübli. Ein anderes Problem sehen sie in den fehlenden Betreuungsangeboten für Kinder ab der ersten Klasse. «Krippen betreuen nur Kinder im Vorschulalter.» Die Suche nach einem Hortplatz für ihr Schulkind gestalte sich für die Eltern als schwierig. Für die zwei SPler wäre «eine engere Zusammenarbeit dieser beiden Strukturen sehr sinnvoll und notwendig».

Mehr städtische Krippenplätze

Vom Stadtrat verlangen Thomann und Kübli einen Bericht zur Situation bei den städtischen Tagesstrukturen. So soll er das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei den Krippenplätzen aufzeigen und sich zu einem allfälligen Ausbau des städtischen Angebots äussern. Ausserdem verlangt das Postulat, dass der Stadtrat Möglichkeiten zur Koordination der Krippen- und Hortplätze aufzeigt und dass er Stellung zum Vorschlag bezieht, Betreuungsplätze für Kinder vom Säuglingsalter bis zum Austritt aus der Volksschule in jedem Quartier einzurichten. (pd/hae)

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