Stadt partizipiert an Gesellschaft für Erdgaseinkauf

Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament an der nächsten Sitzung vom 19. Mai, aus dem Anlagevermögen der St. Galler Stadtwerke (SGSW) 3,505 Millionen für eine Beteiligung an der Open Energy Platform AG zu aktivieren.

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Der Stadtrat beantragt dem Stadtparlament an der nächsten Sitzung vom 19. Mai, aus dem Anlagevermögen der St. Galler Stadtwerke (SGSW) 3,505 Millionen für eine Beteiligung an der Open Energy Platform AG zu aktivieren.

Der Hintergrund der Vorlage: Die Gaswirtschaft ist international und national in Bewegung. Nach der vollständigen Liberalisierung des europäischen Gasmarkts wird auch in der Schweiz eine Entflechtung von Netz und Energie erfolgen – das sogenannte Unbundling war vor einigen Jahren bereits beim Strom ein Thema und wurde bei der elektrischen Energie bereits umgesetzt. Die Erdgas Ostschweiz AG (EGO), von der die Stadtwerke ihr Erdgas beziehen, bereitet sich gegenwärtig vor, diesen Schritt hin zur Entflechtung zu machen, ehe sie vom Regulator dazu verpflichtet werde, wie es in der Vorlage des Stadtrats ans Parlament heisst.

40 Millionen Aktienkapital

In diesem Zusammenhang wurde ein Beschaffungsunternehmen, die Open Energy Platform AG, gegründet, an der die Stadt St. Gallen sich beteiligen will. Die Gesellschaft hat ein Aktienkapital von 40 Millionen Franken. Beim Unternehmen handelt es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Erdgas Ostschweiz AG. An der neuen Gesellschaft zur Erdgasbeschaffung partizipieren neben der Stadt St. Gallen zehn weitere Kommunen oder Energieunternehmen. Aus der Region sind das die Städte Flawil, Frauenfeld, Uzwil und Wil, die Technischen Betriebe Weinfelden, die Gravag Erdgas AG in St. Margrethen und die Säntis Energie AG in Wattwil.

St. Gallen kauft im Jahr für 40 Millionen Franken Erdgas. Somit entspricht das Aktienkapital an der Open Energy Platform AG neun Prozent des jährlichen Beschaffungsvolumens. (dwi)

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