Stadt fordert Mut vom Stimmvolk

RORSCHACH. Der Stadtapéro vom Montagabend stösst auf reges Interesse. Im Fokus steht das Schulhaus Schönbrunn, dessen Sanierung Ende Monat zur Abstimmung steht. Zudem informiert die Stadt über wegweisende Bauprojekte der Zukunft.

Corina Tobler
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Im Querschnitt sind die Baumassnahmen rot eingezeichnet. An der Nordseite des Schulhauses Schönbrunn entsteht eine Aula. Erneuert werden die Treppen und die Fenster, zudem wird das Dach gedämmt. (Bild: Architekturbüro Forrer Krebs Ley (Plan))

Im Querschnitt sind die Baumassnahmen rot eingezeichnet. An der Nordseite des Schulhauses Schönbrunn entsteht eine Aula. Erneuert werden die Treppen und die Fenster, zudem wird das Dach gedämmt. (Bild: Architekturbüro Forrer Krebs Ley (Plan))

Das Interesse ist gross, über 150 Personen sind der Einladung des Stadtrats zum Stadtapéro gefolgt. Gleich elf Projekte stehen auf der Agenda, wovon das kurzfristig bedeutendste die Erneuerung und Erweiterung des Schulhauses Schönbrunn ist. Das dreigeschossige Gebäude wurde 1956 erstellt und weist Sanierungs- und Platzbedarf auf. Den erhöhten Platzbedarf begründet Schulpräsident Guido Etterlin nicht nur mit der steigenden Schülerzahl, sondern auch mit den Anforderungen des heutigen Unterrichts. «Diese langjährige Forderung muss nun in einem mutigen Schritt erfüllt werden.»

Neue Aula und Gruppenräume

Dieser mutige Schritt kostet 5,3 Millionen Franken und steht am Sonntag, 30. November, zur Abstimmung. Wofür dieses Geld eingesetzt werden soll, erläutert Jürg Stieger vom Architekturbüro Forrer Krebs Ley im Stadthofsaal. Das bestehende Schulhaus verfügt über je vier Schulzimmer in Erd- und Obergeschoss, dazu vier WC-Anlagen im Erdgeschoss auf der Nordseite. Die zwei Treppen pro Geschoss münden in je zwei Hallen. «Diese vier Hallen fallen im erneuerten Schulhaus weg, an ihre Stelle treten Gruppenräume. Auch die Treppen werden abgebrochen, und der ganze Nordtrakt mit WC und Korridor wird rückgebaut. Im Erdgeschoss entsteht auf der Nordseite die Aula, die als Mehrzweckraum mit Holz verkleidet und mit einer Küche ausgestattet wird», erklärt Stieger. Auch im Untergeschoss, das einst die Technik beherbergte, stehen Veränderungen an. «Dort entfernen wir einzelne Wände, um grössere Räume zu schaffen.» So entstehen ein Musik-, ein Mal- und ein Werkraum, dazu das Lehrerzimmer. Der Korridor soll als Ausstellungsraum genutzt werden. Der Lichthof vor der Südfassade erhellt das Untergeschoss. Neben den beiden neuen Treppenhäusern aus Beton wird ein behindertengerechter Lift eingebaut. Aus energetischer Sicht ist ein Kompromiss nötig. «Den ganzen Altbau nach Minergie-Standard zu sanieren, hätte Probleme verursacht und den Charakter des Hauses verändert – diesen wollten wir aber erhalten. Wichtige Massnahmen, die wir treffen, sind die neue Dämmung des Dachs und das Einsetzen neuer Fenster», so Jürg Stieger.

Für Jahrzehnte vorsorgen

Neben den Rohbauten, die 1,9 Millionen Franken kosten, sind der Ausbau (1,2 Millionen Franken) und die Erneuerung der sanitären, Heiz- und Elektroinstallationen (850'000 Franken) die grössten Investitionen. Stieger versichert den Anwesenden, die Ausgaben lohnten sich, da mit dem Projekt die betrieblichen und energetischen Anforderungen ans Schulhaus für Jahrzehnte erfüllt würden. «Zudem entsteht ein Bau, in dem sich die Kinder weiterhin wohl fühlen können.»

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