Stadt doppelt vertreten

Polina Beer und Martina Keller sind «megafroh»: Sie haben den letzten Recall überstanden. Am 15. März treten die St. Gallerinnen im Final der Miss Ostschweiz Wahlen an. Keller geht als Favoritin ins Rennen.

Sarah Schmalz
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Martina Keller (links) und Polina Beer haben den Final erreicht. (Bild: Urs Bucher)

Martina Keller (links) und Polina Beer haben den Final erreicht. (Bild: Urs Bucher)

Wenn am 15. März wieder betont lächelnde junge Frauen über die Bühne stöckeln und vor der Jury um den Titel der Miss Ostschweiz posieren, kann sich St. Gallen doppelt Hoffnungen machen: Beim letzten Recall vom vergangenen Samstag haben es mit Polina Beer und Martina Keel beide Städterinnen in den Final geschafft. In wechselnder Garderobe und Highheels werden die beiden gegen Kandidatinnen aus den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Glarus, Graubünden und Thurgau antreten. Die Chancen, dass das Krönchen in die Stadt St. Gallen wandert, stehen gut.

Der Druck steigt

Mit Martina Keller nämlich stellt die Stadt die derzeit Erste des seit Beginn der Ausscheidung laufenden SMS-Votings. Die 20jährige Schuhverkäuferin träumt seit ihrer Kindheit von einem Missen-Titel. Nun ist das Krönchen zum Greifen nah.

Bis vor dem letzten Recall hatte Martina Keller Rang zwei belegt. Nach dem Vorrücken auf den Spitzenplatz herrschen gemischte Gefühle: «Ich fühle mich geehrt, dass so viele für mich gestimmt haben», sagt sie. Die Topplazierung bestätigt Keller, «dass ich mit meiner Kandidatur nicht daneben lag». Mit der Favoritinnenrolle steigt aber auch der Druck. «Ich werde am Final sicher sehr nervös sein.»

Dass viele SMS-Votes noch keine Siegerin machen, erlebten die Miss-Ostschweiz-Kandidatinnen jeweils bei den Recalls. Überraschungen habe es immer wieder gegeben, sagt Polina Beer, die zweite St. Gallerin im Missen-Rennen. Schon manchen Traum hat die Jury mit ihrer gleichwertigen Stimme platzen lassen. Für Polina Beer, die beim Voting auf dem siebten Platz liegt, mag dies ein Ansporn sein. Über Siegeschancen oder Favoritinnen will sie aber nicht spekulieren: «Keine Ahnung, wer das Rennen macht. Es sind so viele gute Kandidatinnen dabei.»

«Rot und bodenlang»

Wie der Final im Hotel Einstein auch ausgehen mag: Polina Beer und Martina Keller sind «megafroh», ihn erreicht zu haben. Das sei ihr Ziel gewesen, sagt Erstere. Sollte sie nicht Miss Ostschweiz werden, wird ihr der Trubel bald fehlen: «Das war schon eine sehr coole Zeit.»

Für Martina Keller wird nun wahr, was sie sich schon so oft ausgemalt hat: ihren Gang über die Bühne, im wallenden Abendkleid. Erstmals gesehen haben die Kandidatinnen ihre Roben nach dem Recall. «Mein Kleid ist wunderschön», schwärmt Keller. «Rot und bodenlang.»

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