Stadt befremdet über SBB und Kanton

Der St. Galler Stadtrat hat nicht wirklich Freude an den Visionen für einen Neubau für die kantonale Verwaltung im alten Güterbahnhof. Die Stadt habe «mit einigem Befremden» vor kurzem erst erfahren, dass die SBB mit dem Kanton in konkreten Verhandlungen über einen Verkauf des Areals stünden.

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Areal mit Geschichte: Blick in den alten Güterbahnhof. (Bild: Ralph Ribi)

Areal mit Geschichte: Blick in den alten Güterbahnhof. (Bild: Ralph Ribi)

Der St. Galler Stadtrat hat nicht wirklich Freude an den Visionen für einen Neubau für die kantonale Verwaltung im alten Güterbahnhof. Die Stadt habe «mit einigem Befremden» vor kurzem erst erfahren, dass die SBB mit dem Kanton in konkreten Verhandlungen über einen Verkauf des Areals stünden. Sie habe daraufhin sofort beim Kanton und den SBB interveniert, schreibt der Stadtrat in Beantwortung einer Einfachen Anfrage von Bettina Surber (SP).

Gemischte Nutzung als Chance

Die Stadtregierung hält in der Antwort an ihrer früher geäusserten Ansicht fest, dass im Güterbahnhof eine gemischte Nutzung anzustreben sei. Der Richt- und der Zonenplan sähen eine solche Überbauung mit Wohnen, Arbeitsplätzen, Dienstleistungen und Kultur auch vor. Für St. Gallen sei ein solches Projekt an diesem zentralen Standort eine enorme Chance. Der Stadtrat ist daher ausdrücklich gewillt, das Areal den SBB abzukaufen.

Neuer Anlauf nach Volks-Nein

2007 war ein Anlauf zur Überbauung des Güterbahnhofs in der Volksabstimmung gescheitert. Das Areal ist bis heute der viergeschossigen Wohn- und Gewerbezone zugeteilt. Die SBB hatten nach dem Volks-Nein Vorarbeiten für ein neues Projekt gestartet. Auf Hinweise der Stadt, dass sie am Kauf des Areals interessiert wäre, stiegen die SBB nicht ein. Sie wollten selber ein Projekt fürs Areal entwickeln. So kam es gemäss den stadträtlichen Antworten auf die Einfache Anfrage gar nie zu wirklichen Kaufverhandlungen. (vre)

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