Stadt als Kongressstandort stärken

Verschiedene Massnahmen sollen dazu beitragen, dass St. Gallen als Kongressstandort attraktiv bleibt. St. Gallen-Bodensee-Tourismus übernimmt die Rolle einer Koordinationsstelle. Hotels fehlen aber weiterhin.

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St. Gallen-Bodensee-Tourismus wird Kongress-Koordinationsstelle. (Archivbild: Urs Jaudas)

St. Gallen-Bodensee-Tourismus wird Kongress-Koordinationsstelle. (Archivbild: Urs Jaudas)

Nach dem Abgang zweier Medizin-Kongresse in den vergangenen Jahren soll St. Gallen als Kongressstandort wieder gestärkt werden. Wie die Stadt gestern in einer Mitteilung bekannt gab, haben sich im laufenden Jahr unter der Leitung der städtischen Standortförderung und in Abstimmung mit dem kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit St. Gallen-Bodensee-Tourismus, die Olma-Messen, der Hotelierverein und weitere Interessengruppen «intensiv mit der künftigen Kongress-Strategie auseinandergesetzt».

Koordinationsstelle schaffen

«Für die Positionierung als attraktiver Durchführungsort wurden verschiedene Handlungsfelder wie die Bereitstellung von Infrastruktur, Angebote in Transport und Logistik, kundenorientierte Prozesse oder Bündelung der Fördermittel festgehalten», schreibt die Stadt weiter. Als entscheidende Neuerung sei ein «kundenorientierter Prozess bei Kongress-Anfragen» erarbeitet worden. Veranstalter von Kongressen hätten somit künftig einen Ansprechpartner, der als Koordinationsstelle alle notwendigen Akteure einbinde. Damit werde auch eine aktive Zusammenarbeit unter den «lokalen Playern» gefördert. Diese Aufgabe übernimmt ab 1. Januar St. Gallen-Bodensee-Tourismus.

Die beste Organisation nützt aber nur wenig, solange es in der Stadt und der Region zu wenig Hotelbetten für grössere Kongresse gibt. «Auf die Erstellung von Hotels können wir keinen Einfluss nehmen», sagt Stadtpräsident Thomas Scheitlin. Zunächst soll es deshalb darum gehen, im Bereich Transport neue Lösungen zu finden. «Wir haben St. Gallen-Bodensee-Tourismus den Auftrag erteilt, bis im kommenden Sommer ein Konzept zu erarbeiten und abzuklären, ob kostenlose oder vergünstigte ÖV-Billette für Kongressteilnehmer abgegeben werden können.» Dabei soll vor allem die Frage geklärt werden, wie diese Massnahme finanzierbar wäre.

Regionale Kongresse fördern

Ausserdem sollen regional verankerte und wiederkehrende Kongresse aktiv gefördert werden. «Denkbar wäre, dass wir bestimmte Dienstleistungen wie Apéros oder Blumenschmuck kostenlos zur Verfügung stellen, aber auch finanzielle Unterstützung leisten», sagt Scheitlin. Ein entsprechendes Konzept soll ebenfalls bereits im nächsten Sommer vorliegen. (dag)

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