Stabwechsel bei der Ostmusik

Die Ostmusik hat einen neuen Dirigenten: Gody Roth hat am Unterhaltungsabend vom vergangenen Samstag den Stab seinem Nachfolger Pius Simbürger übergeben. Er wird allerdings weiterhin dirigieren – als Stellvertreter.

Claudia Schmid
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Dirigentenwechsel bei der Ostmusik: Gody Roth (rechts) übergibt den Dirigentenstab an Nachfolger Pius Simbürger. (Bild: Urs Jaudas)

Dirigentenwechsel bei der Ostmusik: Gody Roth (rechts) übergibt den Dirigentenstab an Nachfolger Pius Simbürger. (Bild: Urs Jaudas)

Gody Roth ist der Musikgesellschaft St. Gallen-Ost, kurz Ostmusik, seit Jahrzehnten verbunden. Als er Anfang der 1970er-Jahre den Dirigentenkurs mit Bestnote glamourös bestand, dirigierte er als ersten Verein die Ostmusik. Zwar übte er das Amt damals nur bis Ende 1973 aus, doch brach der Kontakt nie ab. «Ich habe damals lieber selber ein Instrument gespielt, als den Dirigentenstab gehalten», begründet er die Pause. Immer wieder half er an Auftritten aus, wenn in der Musikgesellschaft eine Trompete fehlte.

«Gefreute» Musik machen

2007, also 34 Jahre später, kam für Gody Roth die Rückkehr als Dirigent. Der damalige Leiter der Ostmusik ging in Pension, ein geeigneter Nachfolger liess sich nicht sofort finden. Roth sprang in die Lücke, erklärte aber von Anfang an, dass er das Amt nur zeitlich begrenzt ausüben wolle.

«Es ist nicht ganz einfach für ein Korps von einfacherer Stärkeklasse einen Dirigenten zu finden», erklärt der Abtwiler. Oft bestehe die Gefahr, die Musikerinnen und Musiker mit zu ehrgeizigen Zielen zu überfordern.

Höchstleistungen seien das eine, das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Kollegialität dürfe aber nicht auf der Strecke bleiben. «Die Musikgesellschaft St. Gallen-Ost zeichnet sich durch eine tolle Atmosphäre aus. Das Klima stimmt. Sie will auf einfacher Stufe gefreute Musik machen, die beim Volk ankommt», beschreibt Roth die Ziele des Korps.

Durch Zufall zur Ostmusik

Am Samstagabend gab Gody Roth den Dirigentenstab am Unterhaltungsabend weiter. Seinen Nachfolger bezeichnet er als Glücksfall. Pius Simbürger heisst er und stiess per Zufall zur Ostmusik. Er begleitete seine Frau zu einem Kirchenkonzert, bei dem sie als Musikerin aushalf. Das gute Klima gefiel dem Bischofszeller und so stimmte er zu, sich bei der Musikgesellschaft St. Gallen-Ost zu engagieren.

Eine weitere Neuerung in diesem Jahr betrifft das Vereinspräsidium der Ostmusik. Nach längerer Vakanz wird das Amt des Präsidenten bald neu besetzt werden können. Dafür zur Verfügung stellt sich Harry Baumgartner.

In der dritten Stärkeklasse

Die Ostmusik besteht momentan aus rund 30 Personen und spielt in der dritten Stärkeklasse in einer Harmonie-Besetzung. Sie ist also ein Orchester mit gemischter Besetzung aus Holz- und Blechblasinstrumenten. Damit eine gute Durchmischung mit verschiedenen Altersgruppen erreicht und somit auch mittel- und langfristig die Existenz gesichert werden kann, betreibt sie eine eigene Musikschule. Das Korps bildet die Jungmusikanten selber oder durch externe Musiklehrer aus. Die Ausbildner sind ausschliesslich ausgebildete Lehrpersonen. Mit diesem Angebot angesprochen werden sollen sowohl Kinder als auch Erwachsene.

Die Ostmusik sucht immer wieder auf verschiedenen Registern Verstärkung. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ein Repertoire zu spielen, das ein breites Publikum anspricht und für die Mitglieder eine Herausforderung darstellt. Das Repertoire umfasst sowohl traditionelle Blasmusik-Stücke, aber auch moderne Kompositionen wie zum Beispiel Samba, Tango, Film- und Popmusik oder festliche Stücke.

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