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STABIL: Stadt trägt Lasten allein

Trotz Gewinn von 1,6 Millionen Franken bleibt der Steuerfuss in Rorschach bei 146 Prozent. Kopfschütteln lösen an der Bürgerversammlung die hohen Sozialausgaben aus.
Rudolf Hirtl
Stadtpräsident, Schulpräsident und Stadträte an der Rorschacher Bürgerversammlung. (Bild: Rudolf Hirtl)

Stadtpräsident, Schulpräsident und Stadträte an der Rorschacher Bürgerversammlung. (Bild: Rudolf Hirtl)

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

Es knistert und pfeift in den Lautsprechern, als Thomas Müller am Dienstagabend im Stadthofsaal Rorschach die Bürgerversammlung eröffnen will. Es ist, als würde sich das Mikrofon weigern, schlechte Nachrichten zu verkünden. Als es nach zehn Minuten doch losgehen kann, bricht im Saal mit 264 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern Applaus aus. Minuten später weicht dieser stiller Betroffenheit, als der Stadtpräsident die Trennung von Stadtschreiber Roger Böni bekannt gibt (im Tagblatt von gestern).

«Der Stadtrat ist zum Ergebnis gekommen, das allein schon der Umstand des Strafverfahrens in direktem Zusammenhang mit der früheren Tätigkeit als Gemeindepräsident die vorausgesetzte Glaubwürdigkeit mindert.» Roger Böni könne so die Aufgaben nicht mehr erfüllen, die von der Person eines Stadtschreibers verlangt würden.

Zentrumslasten wiegen weiterhin schwer

Als gar nicht lustig betitelt Thomas Müller auch die Entwicklung der finanziellen Sozialhilfe, welche die Stadtkasse trotz leichter Entspannung nach wie vor erheblich belaste. Bekräftigt wird seine Aussage mit der an die Wand projizierten Folie. Während Rorschach im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Franken ausgeben musste, kommen die umliegenden Gemeinden ungleich glimpflicher davon; Rorschacherberg (1,1), Goldach (1,0) und Thal mit 0,7 Millionen.

Dennoch resultierte 2017 ein Einnahmeüberschuss von 1,6 Millionen Franken, der dem Eigenkapital (neu 4,3 Mio.) zugewiesen wird. Eine Steuersenkung kann Rorschach trotzdem nicht ins Auge fassen, da der Steuerbedarf für 2018 mit dem aktuellen Steuerfuss von 146 Prozent nicht ganz gedeckt ist. «Wir wollen zudem die Auswirkungen der Umstellung auf das neue Rechnungsmodell auf 2019 abwarten, ehe wir eine Steuersenkung beantragen», so der Stadtpräsident. Während die Rechnung 2017 einstimmig genehmigt wird, passieren Voranschlag und Steuerplan 2018 die Bürgerversammlung mit zwei Gegenstimmen. Schulpräsident Guido Etterlin kündigt für die Schule einen Finanzbedarf von 16,6 Millionen Franken an. Das sind 594368 Franken mehr als 2017, als die Schule 560467 Franken besser als budgetiert abschloss. Die Schulordnung aus dem Jahr 2000 sei veraltet und werde daher überarbeitet.

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