Staaderinnen kämpfen glücklos

Im letzten Heimspiel der Saison unterliegen die Staaderinnen in der NLA-Finalrunde gegen die Young Boys mit 1:4. Die Niederlage fiel am Ende jedoch zu hoch aus. Gleichzeitig verabschiedeten sich gleich mehrere Akteurinnen.

Christian Wenger
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Der Eindruck täuscht: In der Rückrunde der regulären Saison gewann der FC Staad mit Rebekka Thoma (am Boden) gegen die Young Boys mit 4:1. In der Finalrunde revanchierten sich die Bernerinnen am Bodensee mit demselben Resultat. (Bild: Urs Bucher)

Der Eindruck täuscht: In der Rückrunde der regulären Saison gewann der FC Staad mit Rebekka Thoma (am Boden) gegen die Young Boys mit 4:1. In der Finalrunde revanchierten sich die Bernerinnen am Bodensee mit demselben Resultat. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Sissy Raith sagte vor der NLA-Finalrunde, dass sie mit ihrem Team in jedem Spiel nochmals «alles raushauen» möchte. So auch am vergangenen Samstag gegen die Bernerinnen.

Rebekka Thoma war es, die nach zehn Minuten ihre Farben in Führung schoss. Nach den beiden Zu-null-Niederlagen in Neunkirch und Luzern war dieses frühe Tor Balsam für die Staader Seele. Für eine Staaderin war dieser Spielverlauf besonders wichtig: Die 16jährige Julia Metzler feierte im Tor ihr NLA-Début. Dass sie dabei nervös war, ist nicht verwunderlich. Dank des 1:0 beruhigte sich ihre Gefühlslage ein wenig.

Trotzdem erhöhten die Gäste fortan die Schlagzahl, und Metzler stand öfters im Brennpunkt. Bis zur Pause jedoch konnte sie sich schadlos halten. Auf der anderen Seite scheiterten ihre Teamkolleginnen ein ums andere Mal. Entweder agierten die St. Gallerinnen zu ungenau oder scheiterten an der YB-Schlussfrau. Zur Pause war das Raith-Team mit dem 1:0 im Soll.

YB erhöht nach der Pause Druck

Dass die Bernerinnen jederzeit einen Zacken zulegen können, ist nicht neu. Immerhin schlugen sie kürzlich Neunkirch mit 5:1. So war es auch wenig erstaunlich, dass die Hauptstädterinnen nach der Pause noch druckvoller agierten und nach nicht einmal zwei Minuten ausglichen. Wenig später wurde Metzler mittels Distanzschuss zum 1:2 bezwungen. Doch Staad bäumte sich auf und kam nochmals zu Möglichkeiten.

Abgefälschter Schuss

Wenn man kein Glück hat, kommt bekanntlich auch noch Pech dazu. Ein eigentlich harmloser Abschluss von Lehmann wurde von einer Staader Verteidigerin unglücklich und für Metzler unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht. Nun war die Luft bei den Staaderinnen draussen, in der Nachspielzeit folgte Gegentreffer Nummer vier. In den vergangenen drei Jahren fielen in den Spielen gegen die Young Boys somit 42 Tore.

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