ST. MARGRETHEN: Stadler mit «Neustart»

Zwei Sondernutzungspläne liegen ab 15. August auf. Der eine dient der ­Ansiedlung der Stadler Altenrhein AG, der andere der Überbauung «Neustart».

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Dem Neustart-Projekt (grün) kommt aufgrund seiner zentralen Lage eine Schlüsselfunktion bei der Aufwertung des Zentrums zu. (Bild: gk)

Dem Neustart-Projekt (grün) kommt aufgrund seiner zentralen Lage eine Schlüsselfunktion bei der Aufwertung des Zentrums zu. (Bild: gk)

Es handelt sich laut Mitteilung des Gemeinderates um zwei Projekte, die für St. Margrethens Entwicklung bedeutsam sind. Die Ansiedlung der Stadler Altenrhein AG bringt rund 800 neue Arbeitsplätze, das Projekt Neustart schafft mit einer Coop-Verkaufsstelle an der Bahnhofstrasse attraktive Einkaufsmöglichkeiten im Ortszentrum.

Von 2006 bis 2011 entwickelte die Hiag als Grundeigentümerin des Altfeld-Areals das Projekt «europuls» und sicherte es in einem Überbauungsplan. Das Projekt sah einen Businesspark mit Verkaufs- und Wohnnutzung vor. Im Zuge der Planung wurde das Areal von der Industriezone in eine neu geschaffene Kernzone K5 umgezont. Wegen der Marktlage wurde das Projekt «europuls» dann aber nicht verwirklicht. Bevor nun die Stadler Altenrhein AG auf dem Areal moderne Doppelstocktriebzüge fertigen kann, muss das Altfeld wieder in die Industriezone umgezont werden. Ausserdem ist der Überbauungsplan anzupassen; er regelt die Erschliessung, die Bebauung sowie Lärmschutzaspekte. Der Teilstrassenplan schliesslich stellt die Anbindung des Areals an den Bahnhof über eine Passerelle für Fussgänger und Velofahrer sicher.Im Dezember 2011 schrieb die Gemeinde einen Investorenwettbewerb für das gemeindeeigene Areal Bahnhofstrasse Südwest aus.

Im Herbst 2012 wurde das Projekt «Neustart» der Bieter­gemeinschaft RLC Architekten AG/HRS Real Estate AG zur Weiterentwicklung gewählt. Es überzeugte mit einem ausgewogenen ortsbaulichen Konzept und einem Nutzungsmix aus Zentrumsnutzung (Coop), Dienstleistungen und Wohnen. Komplexe Grenzbereinigungs- und Erschliessungsfragen führten jedoch zur zeitweiligen Blockade und zu längeren fachlichen Abklärungen, Variantenstudien sowie Verhandlungen und Gesprächen mit Kanton, Hauptmieter und einzelnen Nachbarn. Inzwischen liessen sich Lösungen finden. Die Realisierung des Projekts erfordert als erstes eine Umzonung in die viergeschossige Kernzone und den Erlass eines Gestaltungsplans. (Gk/red)