St. Galler Steuerfüsse im Sinkflug

Der Kanton St. Gallen muss 150 Millionen einsparen, den Gemeinden geht's derweil prächtig, wie die Rechnungsabschlüsse zeigen.

Drucken
Teilen

Der Kanton St. Gallen muss 150 Millionen einsparen, den Gemeinden geht's derweil prächtig, wie die Rechnungsabschlüsse zeigen. Acht Gemeinden gaben in der gestrigen Zeitung und im heutigen Blatt ihre Ergebnisse für 2010 bekannt – allen gemeinsam ist, dass sie ihre Steuerfüsse aufgrund höherer Steuereingänge senken wollen oder sie zumindest nicht erhöhen.

Bis zu zehn Prozentpunkten

Tübach will den Steuerfuss für 2011 um zehn Prozentpunkte auf 100 senken – ein historischer Tiefstwert. Die Gemeinderechnung schliesst mit 1,5 Mio. Franken Ertragsüberschuss ab.

In Häggenschwil soll der Steuerfuss um fünf Prozentpunkte auf neu 154 sinken. Die Jahresrechnung 2010 schliesst mit einem Voranschlag von 221 418 Franken. Die Gemeinde ist schuldenfrei.

Zuzwil belässt den Steuerfuss auf 103 Prozentpunkten – 2010 war noch von einer Erhöhung auf 108 die Rede gewesen. Die Jahresrechnung schliesst über 1,4 Mio. Franken besser ab als erwartet – mit einem Ertragsüberschuss von 281 400 Franken.

Oberuzwil senkt den Steuerfuss um drei auf 135 Prozentpunkte. Der Überschuss aus der Jahresrechnung beträgt 982 000 Franken – die Gemeinde weist ein Nettovermögen von 3,4 Mio. Franken aus.

Weniger Steuer im Rheintal

Diepoldsau will den Steuerfuss um sechs auf 100 Prozentpunkte senken – damit hätte die Rheintaler Gemeinde den Steuerfuss pro Jahr um durchschnittlich 3,6 Prozentpunkte reduziert: Im Jahr 2000 hatte der Steuerfuss noch bei 141 Prozentpunkten gelegen. Im vergangenen Jahr resultierte ein Ertragsüberschuss von 2,31 Mio. Franken.

Auch anderen Rheintaler Gemeinden geht es gut: St. Margrethen will den Steuerfuss um fünf auf 139 Prozentpunkte senken. Die gleiche Absicht gibt es in Marbach und Thal. (cz)

Aktuelle Nachrichten