St. Galler gewinnen in Bayern

Beim Wettkampf der Arge-Alp-Länder werden die Schweizer Orientierungsläufer ihrer Favoritenrolle gerecht. St. Gallen belegt Rang eins, das Tessin Platz zwei.

Mario Ammann
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Martin Hubmann trägt mit zwei Siegen zum Gesamterfolg der St. Galler am Arge-Alp-OL bei. (Bild: Mario Ammann)

Martin Hubmann trägt mit zwei Siegen zum Gesamterfolg der St. Galler am Arge-Alp-OL bei. (Bild: Mario Ammann)

ORIENTIERUNGSLAUF. Dass diese Ländervertretungen das Geschehen bestimmen würden, war zu erwarten. Offen war einzig die Frage, ob Bayern als Gastgeber des Vergleichswettkampfs der Arge-Alp-Länder ebenfalls um einen Podestplatz mitmischen könnte. Denn auch die Deutschen waren mit einer vollständigen Mannschaft am Start und konnten so in allen Kategorien punkten.

Die Teams der Kantone St. Gallen und Tessin zeigten schon beim Staffel-OL als Auftaktwettkampf, dass sie den Gesamtsieg unter sich ausmachen werden. Die beiden entschieden zehn von zwölf Kategorien zu ihren Gunsten. Nur zweimal erreichten sie im Feld der möglichen zwölf Regionenvertreter aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz nicht mindestens den dritten Rang. Mit je 134 Punkten waren St. Gallen und Tessin vor dem Einzellauf mit deutlichem Vorsprung gemeinsam an der Spitze klassiert. Dieser zweite Wettkampf war an Spannung kaum mehr zu überbieten. Im schwierigen, mit teils haushohen Sandsteinformationen durchsetzten Gelände nordöstlich von Regensburg behielt das Team St. Gallen schliesslich mit 20 Punkten Vorsprung das bessere Ende für sich. Der dritte Platz ging an die Teilnehmer aus der Provinz Trentino.

Hubmann der Beste

Mit Martin Hubmann als Mitglied des Schweizer U23-Nationalkaders und als 13. im Gesamtweltcup 2011 hatten die St. Galler den stärksten Läufer in ihren Reihen. Dies allein genügte aber nicht, um sich in erster Linie gegen die erwartet starken Tessiner behaupten zu können.

Starke Gesamtleistung

Denn das Team St. Gallen überzeugte mit einer beeindruckenden Gesamtleistung in sämtlichen 24 Altersklassen zwischen 10 und 80 Jahren. In den Elite-Kategorien siegten Martin Hubmann (St. Gallen) und Martina Seiterle aus dem Kanton Thurgau. Bei den Juniorinnen war Franziska Dörig (St. Gallen) erfolgreich. Nur dreimal, davon in der Kategorie Junioren, kam der Sieger nicht aus der Schweiz.