Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

St. Galler fahren auf Elektrovelos ab

Während der Monate Juni, Juli und August verzichten jeweils zehn Stadtsanktgaller auf ihr Auto und fahren mit einem ausgeliehenen Elektrovelo zur Arbeit. Ein nationales Projekt, das besonders in St. Gallen Anklang findet.
Urs Keller im Thömus Veloshop mit dem Elektrovelo namens «Stromer». (Bild: Sebastian Schneider)

Urs Keller im Thömus Veloshop mit dem Elektrovelo namens «Stromer». (Bild: Sebastian Schneider)

Im Veloshop Thömus St. Gallen lagert in einem Ordner aussergewöhnliches Material. In vier Mäppchen sind jeweils ein Autoschlüssel und ein Führerschein verstaut. In einem fünften werden Nummernschilder aufbewahrt. Urs Keller, Inhaber des Veloladens, verwahrt diese «Wertsachen» für fünf Stadtsanktgaller. Sie alle sind einen Deal eingegangen: Sie haben für einen Sommermonat quasi ihr Auto gegen ein Elektrovelo getauscht.

Nationale Aktion

Fünf weitere Stadtbewohner, die in der Gallusstadt wohnen und arbeiten, machen beim Projekt «vom Gas- aufs Velopedal» mit, leihen sich ein Elektrovelo bei Velo Pfiffner und verzichten dabei aufs Autofahren. Das Projekt wurde vom Verein «Myblueplanet» ins Leben gerufen und läuft in St. Gallen während den Monaten Juni, Juli und August. «Die Aktion führen wir aber auch in anderen Städten durch», sagt Projektleiterin Karin Witschi. Nur, sagt sie, komme die Idee hier am besten an.

Innert zwei Wochen ausgebucht

Dies zeigt sich darin, dass die Velos innert Kürze ausgebucht waren. Mitte Mai wurde laut Keller erstmals Werbung fürs Projekt gemacht. «Dann dauerte es zwei Wochen, und alle Elektrovelos waren ausgebucht», sagt er. Einige, die in St. Gallen leer ausgegangen sind, hätten sich sogar ein Velo in Winterthur ausgeliehen, sagt Witschi. Chur und Aarau seien weitere Städte, wo die Aktion durchgeführt werde.

Die Zusammenarbeit mit den Behörden sei in St. Gallen aber am besten. Hier sei man «unkompliziert» und «begeistert».

Nächstes Jahr eventuell wieder

Bei den St. Galler Behörden handelt es sich namentlich um das Amt für Energie und Umwelt. Dort bekam man Wind vom Projekt, das vor zwei Jahren erstmals in Winterthur durchgeführt worden war. Das Amt fragte Witschi für einen hiesigen Versuch an.

Zum Abschluss des Projekts wird Witschi ausrechnen, wie viel CO2 dank der Aktion eingespart werden konnte. Unabhängig davon ist die erste Austragung ein Erfolg. Jedenfalls kann man sich beim Amt für Umwelt und Energie eine weitere Durchführung «gut vorstellen». (ses)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.