St. Galler erlaufen sich den Sieg

Beim City Duell sind die St. Galler der Konkurrenz regelrecht davongelaufen: 1500 Teilnehmer rannten ganze 17 929 Runden. Dafür gibt es keinen Preis. St. Gallen darf sich aber aktivste Stadt der Schweiz nennen.

Kathrin Reimann
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Jung und Alt legten sich für St. Gallen ins Zeug. (Bild: Hanspeter Schiess)

Jung und Alt legten sich für St. Gallen ins Zeug. (Bild: Hanspeter Schiess)

Welche Schweizer Stadt hat die aktivsten Einwohner? Um die Antwort auf diese Frage zu erhalten, liess SRF St. Gallen, Bern, Chur, Baden und Luzern beim City Duell in einem Direktvergleich gegeneinander anrennen. Der Auftakt dazu fand am Montag vor einer Woche auf der Leichtathletikanlage Neudorf statt.

Fast 18 000 Runden

Und die Aktiven kamen in Scharen: Insgesamt 1500 Menschen beteiligten sich an dem zweistündigen Lauf. Darunter auch Marco Fritsche, Andi Rohrer, einige Dudelsackspieler im Schottenrock, der Gallus-Bär, viele Eltern mitsamt Nachwuchs und diverse Sportclubs. Die Schnelligkeit war bei dem Lauf zweitrangig, wichtig war, überhaupt erst mitzulaufen. Das wurde rege getan, und das Resultat durfte sich sehen lassen: In fast 18 000 Runden schafften es die St. Galler auf satte 7171 Kilometer. Ein Resultat, dass keine andere Stadt überbieten konnte. Chur schaffte es mit 6918 Kilometern immerhin noch in die Nähe St. Gallens, Baden brachte es dann nur noch auf 3834 Kilometer. Die Luzerner rannten beschauliche 1940 Kilometer, und die Berner landeten mit 1121,2 Kilometern klar auf dem letzten Platz und machten ihrem Ruf, es gemütlich zu nehmen, alle Ehre.

Freude am Zusammenhalt

SRF3-Moderator Andi Rohrer, der es sich nicht nehmen liess, in «seiner» Stadt mitzulaufen, freut sich über den Sieg sehr: «Ich war positiv überrascht, dass so viele Leute mitgemacht haben. Es war schön, zu sehen, dass die St. Galler so zusammenhalten.» Dies, obwohl es nichts zu gewinnen gab. Und auch Roman Bottlang vom städtischen Sportamt ist über den unerwarteten Sieg erfreut. «Ich hätte nicht damit gerechnet, aber wir haben alles gegeben, um zu gewinnen.» Dies bedeutete in seinem Fall möglichst viele für eine Teilnahme zu mobilisieren und zu motivieren. «Auch wenn wir ausser Ruhm und Ehre nichts gewonnen haben, ist der Sieg beim City Duell eine super Sache.» Er hofft, dass St. Gallen die Möglichkeit erhält, den Titel im nächsten Jahr zu verteidigen. «Jetzt werden wir aber erstmal unseren Sieg und den verdienten Titel als aktivste Stadt der Schweiz geniessen», sagt Bottlang.