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ST. GALLEN: Kälte heizt den Umsatz an

Je schlechter das Wetter, desto tiefer der Umsatz. Diese Regel trifft bei einigen Verkäufern am Jahrmarkt zu. Viele freuen sich allerdings über die tiefen Temperaturen.
Riitta Gähwiler (Bild: Adrian Grzonka)

Riitta Gähwiler (Bild: Adrian Grzonka)

ST.GALLEN. Grau in Grau, Wolken, garstige sechs Grad. Wetter, um zuhause zu bleiben, wenn nicht Jahrmarkt wäre. Riitta Gähwiler wärmt ihre Hände über dem Grill, dann und wann wendet sie einige Edelkastanien mit der K

Riitta Gähwiler (Bild: Adrian Grzonka)

Riitta Gähwiler (Bild: Adrian Grzonka)

elle. Das Wetter während der Olma sei bisher ideal, sagt sie. „Weder zu kalt noch zu warm. Dass es eiskalt sein muss für Marroni, das ist ein <Märli>, welches ich in der Ostschweiz oft höre. Wenn es wirklich kalt ist, dann nehmen die Leute nämlich ihre Hände nicht mehr aus der Tasche und wollen auch keine Marroni schälen.“ Auch Föhn sei schlecht: „Dann bleiben die Edelkastanien in der trockenen Kehle stecken.“ Und natürlich Regen: Dann seien schlicht weniger Leute auf dem Jahrmarkt.Patrick Rohn

Patrick Rohner (Bild: Adrian Grzonka)

Patrick Rohner (Bild: Adrian Grzonka)

er, der an seinem Stand unter anderem Magenbrot und gebrannte Mandeln verkauft, ist mit dem grauen, typischen Olma-Wetter ebenfalls glücklich. „Wenn die Temperatur zwischen 5 und 15 Gradist, verkauft sich das Magenbrot bestens. Er habe aber eine grosse Stammkundschaft, die bei jedem Wetter Magenbrot kaufe.

Weniger Leute, weniger Fäkalien
Unzufrieden ist hingegen ein Soft-Ice-Verkäufer. „Zu kalt“, meint er und schaut etwas gelangweilt in die Menschenmenge. Erst ab 15 Grad verkaufe sich seine gefrorene Süssspeise gut. „Mein Stand wird während der Olma Verluste schreiben. Eine Verkäuferin muss ich ja trotz schlechten Wetters anstellen.“
Auch am Kleiderstand von Fortunat Oertli ist die Stimmung eher unterkühlt, obwohl dort Wollmützen, Handschuhe sowie Leder- und Filzhüte verkauft werden. „Der Regen am Montag war eine Katastrophe für die Standbetreiber“, sagt die Verkäuferin. Das Problem sei nicht das kühle Herbstwetter, welches für ihre Produkte absatzfördernd sei, sondern die spärliche Kundschaft. „Am Morgen fehlen die Leute, die wegen eines bestimmten Produkts an den Jahrmarkt kommen, am Abend jene, die aus den Hallen kommen und nur sporadisch an den Ständen stehen bleiben. Es ist erstaunlich, dass dieses Jahr einige Betreiber ihre Stände bereits vor der gesetzlichen Schliessstunde verlassen.“ Die geringe Besucherzahl habe allerdings auch Vorteile: „Wir haben dieses Jahr an unserem Stand noch keine Fäkalien oder Erbrochenes gehabt.“ Für schlechte Gerüche stehe am Stand eine Flasche Chlorwasser bereit, sagt sie.
Schlechte Gerüche versucht auch Sam Bovey vom „Duftschloss“ zu vermeiden. „An einem Stand, an dem Duftöle verkauft werden, ist Gestank ein Problem", sagt er. Sein „Duftschloss“ sei erst einmal von üblen Gerüchen betroffen gewesen. Jemand habe in der Nach vor seinen Stand gekotet. Die Witt

Sam Bovey (Bild: Adrian Grzonka)

Sam Bovey (Bild: Adrian Grzonka)

erung hingegen habe kaum Einfluss auf seinen Umsatz. „Riechen tut man bei jedem Wetter“, sagt er. Allerdings fänden einige Düfte bei gewissen Witterungen speziell hohen Absatz. „Herbststurm“ etwa verkaufe sich bei entsprechendem Wetter besonders gut. Auch dieses Jahr habe er davon schon einige Duftfläschchen verkauft. (agr)

Das Wetter ist für den Umsatz der Standbetreiber entscheidend. Bei Regen gehen die Verkäufe stark zurück. (Bild: Samuel Schalch)

Das Wetter ist für den Umsatz der Standbetreiber entscheidend. Bei Regen gehen die Verkäufe stark zurück. (Bild: Samuel Schalch)

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