St. Gallen in Hochform

Das NLA-Team von St. Gallen-Appenzell gewinnt zu Hause gegen Tafers-Fribourg 8:0. Damit übernehmen die Badmintonspieler nach drei Runden alleine die Tabellenspitze.

Nicolai Kozakiewicz
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Dominik Bütikofer (vorne) und Agung Ruhanda gewinnen das Männer-Doppel gegen Tafers. (Bild: Urs Bucher)

Dominik Bütikofer (vorne) und Agung Ruhanda gewinnen das Männer-Doppel gegen Tafers. (Bild: Urs Bucher)

BADMINTON. St. Gallen-Appenzell knüpfte dieses Wochenende nahtlos an den ausgezeichneten Saisonstart an. Das NLA-Team um den indonesischen Spielertrainer Sandi Darma Kusumah bodigte Union Tafers-Fribourg zu Hause mit einem deutlichen 8:0. Auch wenn St. Gallen-Appenzell als Favorit in die Partie gegen die Westschweizer stieg, verblüffte das Endergebnis die beteiligten Akteure.

Insbesondere die Spiele der Männer, mit denen St. Gallen-Appenzell in dieser Saison noch Mühe bekundete, endeten deutlich zugunsten der Gastgeber. Aussergewöhnlich hervorgetan hat sich dabei vor allem der Teamjunior Dominik Bütikofer. Dieser gewann in der Sporthalle Tal der Demut gegen den mehrfachen Schweizer Meister Olivier Andrey in zwei Sätzen letztlich diskussionslos mit 21:13 und 21:14. Damit revanchierte sich Bütikofer für die knappe Niederlage an den Schweizer Meisterschaften der Elite im Februar dieses Jahres.

Verletzungspech bei Fribourg

Das unerwartet deutliche Resultat ist auch dem grossen Verletzungspech bei den Westschweizern geschuldet. Nebst Nicole Schaller, notabene derzeit die zweitstärkste Schweizer Badmintonspielerin, fehlt derzeit auch der amtierende schottische Meister Kieran Merrilees im Team von Tafers-Fribourg. Die dadurch notwendigen Rochaden führten unter anderem dazu, dass der Jüngste im Team der Gäste, Benedikt Schaller, als Nummer eins gegen Agung Ruhanda aufspielte. Gegen den Routinier aus Indonesien hatte Schaller keine Chance. So verlor er deutlich mit 24:21 und 10:21.

Die Verstärkung durch Aprilia Yuswandari zahlte sich für die Ostschweizer auch an diesem Wochenende aus. Die zusätzlichen Punkte aus den Frauenpartien ergänzen entscheidend die Leistungen des starken Männerkaders der Badmintonvereinigung, welches bereits in der vergangenen Spielzeit einen wesentlichen Anteil am Erreichen des Playoff-Finals hatte. Derzeit geht die Rechnung für die Ostschweizer auf. Nun ist es wichtig, bis zum Ende der ersten Saisonhälfte möglichst viele Zähler zu sammeln. Dann wird Yuswandari aufgrund der auslaufenden Aufenthaltsbewilligung das Team verlassen müssen. Den nächsten Auftritt hat das Team am 8. November um 14 Uhr zu Hause gegen den Lokalrivalen Uzwil.

NLB-Team überrascht die Liga

Die vor Saisonbeginn als Abstiegskandidat der NLB gehandelte zweite Mannschaft St. Gallens verblüffte die Konkurrenz mit zwei weiteren Erfolgen am Wochenende. Dem deutlichen 7:1-Auswärtssieg am vergangenen Samstag gegen Luzern liessen die Ostschweizer am Sonntag im Riethüsli ein überraschendes 6:2 gegen Uni Basel folgen. Das nach dem aussergewöhnlich beeindruckenden Saisonstart erstarkte Selbstvertrauen trieb die Gastgeber zu Höchstleistungen an. Gegen die favorisierten Nordwestschweizer zeigte das Team Nervenstärke, indem es sämtliche der fünf Dreisatzpartien zu seinen Gunsten entschied. Mit dem zweiten Tabellenplatz hinter Argovia nach vier gespielten Runden kann das Team um Captain Marco Ryser den folgenden Partien gegen die NLB-Topteams beruhigt entgegensehen.