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ST. GALLEN: "Arrogant und lieblos"

Der Präsident des Quartiervereins Tschudiwies-Centrum ärgert sich über den Stadtrat. Dieser will an der Schliessung des Tschudiwies-Schulhauses festhalten. Die Opposition im Quartier werde weitergehen.
Alfred Mallepell, Präsident des Quartiervereins Tschudiwies-Centrum. (Bild: Luca Ghiselli)

Alfred Mallepell, Präsident des Quartiervereins Tschudiwies-Centrum. (Bild: Luca Ghiselli)

Die Antwort des Stadtrates auf die Petition<span style="display: none;">&nbsp;</span> des Quartiervereins Tschudiwies-Centrum ist für Präsident Alfred Mallepell wie ein Stich ins Herz. Und nicht nur für ihn. «Der Entscheid, das Tschudiwies zu schliessen, ist für mich und die 1197 Personen, welche die Petition unterschrieben haben, niederschmetternd», sagt er. Die Forderung für einen Weiterbestand einer Unterstufe werde so einfach vom Tisch gewischt. «Das sind für mich Schreibtischtäter.» Man spüre eine gewisse Arroganz und Lieblosigkeit.
Für Mallepell sind die Argumente des Stadtrates nicht nachvollziehbar. Beispiel Schulweg, der angeblich keine besonderen Probleme darstellen werde: «Das Provisorium im Tschudiwies hat nur deshalb so gut funktioniert, weil weit mehr als die Hälfte der Kinder um dieses Schulhaus wohnen», sagt Mallepell. Umgekehrt seien die Probleme wegen der Strassenquerungen vorprogrammiert.
Die Prognosen der Schülerzahlen verwirren Mallepell hingegen. «Der Stadtrat widerspricht sich. Einmal nehmen sie zu, dann, wie jetzt, wieder ab», sagt er. Noch im September 2016 habe der Stadtrat das Quartier gerühmt und ergänzt, dass keine behördlichen Massnahmen für das familienfreundliche Quartier notwendig seien. «Nun ist alles anders. Doch die Opposition aus dem Quartier wird nicht so schnell verstummen.» (ren)

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