«Sprayer-Oma» bewegt weiterhin die Gemüter

«Sprayer-Oma bereut nichts», Ausgabe vom 4. Oktober

Moni Meier
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Cool und jung geblieben – die «Sprayer Oma».Dass sich eine 85-Jährige nicht am Kindergeschrei stösst, das sagt einiges aus, nicht? Doch wer nervt sich ob des Herumtobens von Kindern: Sind das griesgrämige, alte Menschen? Oder eher genervte Berufstätige, die nach Feierabend ihre Ruhe wollen? Wie auch immer: Tatsache ist, dass sich offensichtlich die Mehrheit vom Kinderlärm gestört fühlt. Doch wie empfinden diese Menschen denn dann die lauen Sommerabende und Samstagnachmittage, wo jeder und jede ihren Rasenmäher anlässt, Hecken schneidet und mit Laubbläsern auch noch Schmutz zusammengefegt. Eine wahre Kakofonie an kaum enden wollendem Lärm, der dazu auch noch schädlich für die Umwelt ist. Da aber sagt keiner was, und keiner denkt darüber nach, was nötig ist und was nicht. Aber den Kindern den Spass verbieten!

Sicher, auch auf dem Spielplatz soll man sich an Ruhezeiten halten. Aber gleich mit einem Verbot kommen? Das sind dann jene Leute, die sich als erstes über die Jugend von heute aufregen, wenn sie irgendwo rumhängt. Traurig, aber war: Vielleicht sollten sich diese überempfindlichen Menschen mal an ihre eigene Kindheit zurückerinnern, wie schön es doch war, als man noch Kind sein durfte.

Moni Meier

Taan 4, 9402 Mörschwil