Spitex betreute 1622 Personen

Zum ersten Mal traf sich die fusionierte Spitex Bodensee zu ihrer ordentlichen Hauptversammlung. Im ersten Geschäftsjahr betreuten ihre Mitarbeitenden 1622 Personen, dafür waren 74 698 Besuche nötig.

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RORSCHACHERBERG. Präsident Stefan Rutz liess in seinem Jahresbericht keine Zweifel aufkommen: «Der Entscheid zum Zusammenschluss hat sich als richtig erwiesen.» Synergien könnten genutzt und Doppelspurigkeiten abgebaut werden. «Rein technisch gesehen ist die Fusion also ein Erfolg», meinte er. Unterschätzt habe man aber das Zusammenführen der beiden unterschiedlichen Vereinskulturen. Hervorgegangen ist die Spitex Bodensee, die sich im Haus zum Seeblick zu ihrer ersten ordentlichen Hauptversammlung traf, aus den beiden Krankenpflegevereinen Rorschach-Rorschacherberg und Goldach-Mörschwil-Untereggen. Die Fusion war denn auch das bestimmende Thema im ersten Vereinsjahr – mit Auswirkungen auf die Klientel, die Mitarbeitenden und die Jahresrechnung.

Wechsel in der Pflegeleitung

Eine Herausforderung war aus Sicht von Stefan Rutz zudem, dass drei Mitarbeiterinnen in leitenden Funktionen die Spitex verlassen haben. Als neue Pflegeleiterin amtet Susanne Ohlhorst. Zusammen mit Martina Czernek leitet sie seit 1. Mai die Spitex Bodensee. Bereits ihre Arbeit aufgenommen hat Maria Blatter als Bereichsleiterin Finanzen und Administration. «Die Umstrukturierung verlangt noch immer von allen Beteiligten einen grossen Einsatz», sagte Stefan Rutz. Umso wichtiger sei es, dass im laufenden Jahr die Zufriedenheit der Mitarbeitenden an erster Stelle stehe.

Auch für den Vorstand brachte die Fusion Veränderungen. Er steht neu einer Organisation mit 40 Mitarbeitenden vor. Er müsse sich deshalb künftig stärker auf die Festlegung und Überprüfung der Strategie konzentrieren, das operative Geschäft führe die Geschäftsleitung.

29 669 Franken Gewinn

Im ersten Vereinsjahr betreute die Spitex Bodensee 1622 Personen, wofür 74 698 Besuche nötig waren. Die erste Jahresrechnung schliesst mit einem Gewinn von 29 669 Franken. Erfreut zeigte sich der Präsident darüber, dass für das laufende Rechnungsjahr die Beiträge der öffentlichen Hand deutlich gesenkt werden konnten. «Das hat auch seinen Preis», sagte er. Es werde schwieriger, eine Balance zu finden zwischen den wachsenden Ansprüchen der Gesellschaft und dem Angebot der Gesundheitsversorgung. «Der Aufwand nimmt zu, von der Spitex wird in diversen Bereichen eine Spezialisierung verlangt.» Auch mit dem permanenten Mangel an Pflegepersonal habe sie zu kämpfen. (ast)

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