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Spitalverbunde gut gestartet

ST.GALLEN. Die Spitäler im Kanton St.Gallen sind gut gestartet mit der neuen Spitalfinanzierung, die seit Anfang Jahr in Kraft ist, wie Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann am Freitag mitteilte. Zur Information der Patienten hat der Kanton einen Flyer herausgegeben.

Seit Jahresbeginn können alle grundversicherten Patientinnen und Patienten in der Schweiz das behandelnde Spital frei wählen, unabhängig davon, ob es sich um ein inner- oder ausserkantonales Spital oder um ein öffentliches oder privates Spital handelt. Voraussetzung für die Kostenübernahme durch Kanton und Krankenkassen ist einzig, dass es sich um ein zugelassenes Spital handelt, das heisst: Es muss auf der Spitalliste aufgeführt sein.

St.Gallen ist «günstig»
Für eine Behandlung in Spitälern, die nicht auf dieser Liste stehen, müssen die Patientinnen und Patienten weiterhin über eine Zusatzversicherung verfügen, damit sie die Mehrkosten nicht selber bezahlen müssen. Rund 75 Prozent der Versicherten in der Schweiz haben eine solche Zusatzversicherung, wie Hanselmann ausführte. Für das verbleibende Viertel der Patienten gibt es bei der freien Spitalwahl eine Einschränkung. Die Fallpauschalen werden errechnet nach einem sogenannten Referenztarif. Dieser liegt in St.Gallen bei 9447 Franken - und ist im Vergleich mit den anderen Kantonen recht tief, wie Kantonsarzt Markus Betschart vor den Medien erklärte.

Wird ein Patient in einem Spital in einem anderen Kanton mit einem höheren Referenztarif stationär behandelt, obschon die Behandlung auch im Kanton St.Gallen möglich wäre und es sich nicht um einen Notfall handelt, muss er die Mehrkosten übernehmen - immer vorausgesetzt, er hat keine Zusatzversicherung «Ganze Schweiz».

Broschüre
In diesem Punkt herrsche bei den Patientinnen und Patienten noch Unklarheit oder Nichtwissen, wie Hanselmann und Betschart betonten. Aus diesem Grund wurde eine Informationsbroschüre gedruckt, die in Spitälern und Arztpraxen aufgelegt wird oder im Internet heruntergeladen werden kann (www.sg.ch --> Gesundheitsdepartement). Damit Patienten nicht in Spitäler in anderen Kantonen abwandern, sei eine gute zeitgemässe Infrastruktur enorm wichtig, sagte Stefan Lichtensteiger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (RWS). Der Konkurrenzdruck mit den Spitälern in anderen Kantonen ist gestiegen, so Hanselmann.

Qualität wichtig
Trotz aller betriebswirtschaftlicher Kriterien in Zusammenhang mit Fallpauschalen und freier Spitalwahl stehe die Behandlungs- und Betreuungsqualität im Vordergrund, sagte Lichtensteiger. Es werde keine sogenannten «blutigen Entlassungen» geben, weil die Spitäler wegen der Fallpauschale keine Übernachtungen mehr abrechnen können. Das würde der Reputation eines Spitals schaden, sagte der Spital-CEO. Jede Rehospitalisierung eines Patienten innerhalb von 18 Tagen müsse vom Spital bezahlt werden, sagte Lichtensteiger. (sda)

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