Spielsachen klicken und anfassen

Seit einem Jahr betreibt Marlis Mäder neben dem Online-Shop für Spielwaren auch einen Laden in Rorschach. Die zwei Absatzkanäle beissen sich nicht, sagt Mäder und baut wacker aus.

Sebastian Keller
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Arbeiten im Reich der Spiele: Gordana Djurdjevic, Praktikantin, Simone Wilhelm, Mitarbeiterin, und Geschäftsführerin Marlis Mäder. (Bild: Sebastian Keller)

Arbeiten im Reich der Spiele: Gordana Djurdjevic, Praktikantin, Simone Wilhelm, Mitarbeiterin, und Geschäftsführerin Marlis Mäder. (Bild: Sebastian Keller)

Rorschach. Ken blinzelt Hello Kitty bübisch zu; Barbie flirtet von der Eifersucht gepeitscht mit Papa Schlumpf. – Nicht wirklich. Aber im Fachgeschäft Spielzeug24 sind viele Kombinationen möglich. Über 5000 Artikel bieten Geschäftsführerin Marlis Mäder und ihr Team an: von Plüschaffen über Lerncomputer bis zur Rennbahn. Seit fast fünf Jahren über den Online-Shop Spielzeug24.ch und seit einem Jahr auch im Laden im Gewerbepark Rorschach.

Verkaufsfläche vergrössert

Den Laden hat Marlis Mäder zum einjährigen Bestehen von 350 auf 500 Quadratmeter erweitert. «Dafür haben wir das Lager verkleinert», sagt sie während eines Rundgangs durch das bunte Reich der Spielsachen. Sie erklärt die Anordnung der Produkte: hier Barbie und Puppen eher für die Mädchen, dort Bagger und Fingerboards (winzige Rollbretter zum Spielen mit den Fingern) für die Buben. Zudem sind die Regale altersgerecht aufgestellt. Alles hat System.

Das Sortiment baut Marlis Mäder laufend aus. Neu zum Jahrestag dazugekommen sind Utensilien zum Basteln: Malfarben, Leim und mehr. «Die Bereiche Basteln, Plüschtiere und Spielsachen für Kleinkinder möchte ich weiter ausbauen», sagt die Geschäftsführerin und dreifache Mutter. Verliert sie bei so vielen Artikeln nie den Überblick? «Nein», sagt Marlis Mäder, «weil ich die Artikel meist schon beim Wareneingang entgegennehme, klappt das sehr gut.» Wenn Marlis Mäder von ihren Spielsachen spricht, leuchten ihre Augen wie eine frisch geschliffene Murmel.

Mehrverkauf bei Regen

Das Unternehmen macht über 80 Prozent des Umsatzes mit dem Online-Shop. Pro Tag gehen bei diesem zwischen 30 und 50 Bestellungen ein. «Bei schlechtem Wetter und vor Weihnachten bestellen die Kunden deutlich mehr», sagt die Geschäftsführerin. Zahlen können sie keine bekanntgeben. Nur so viel: «Wir schreiben schwarze.»

Netz und Laden als Absatzkanäle beissen sich nicht, sagt Mäder, «sie ergänzen sich eher». Das war auch ein Grund, wieso sie nach einigen Jahren Online-Shop noch einen Shop «zum Anfassen» eröffnete. «Die Ware muss ich sowieso am Lager haben, sonst kann ich nicht schnell liefern. Also wieso nicht auch im Laden anbieten.»

Anerkennung für E-Shop

Eine Anerkennung für den Online-Shop hat Spielzeug24.ch in diesem Jahr erhalten: Er wurde vom Magazin «anthrazit» unter die 100 nützlichsten E-Shop der Schweiz gewählt.

«Für mich ist das eine Riesenanerkennung, die mir sagt: Wir machen es richtig.»

Heute und morgen im Fachgeschäft an der Industriestrasse 21 zum einjährigen Bestehen Attraktionen und zehn Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment im Laden

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