«Spielen ist extrem wichtig»

«Ohne Freiwilligenarbeit würde im Gemeindewesen etwas Wertvolles fehlen», ist Susanne Rüesch überzeugt. Die 50-Jährige engagiert sich seit elf Jahren freiwillig – als Mitarbeiterin in der Ludothek Wittenbach.

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Susanne Rüesch (Bild: rhi)

Susanne Rüesch (Bild: rhi)

«Ohne Freiwilligenarbeit würde im Gemeindewesen etwas Wertvolles fehlen», ist Susanne Rüesch überzeugt. Die 50-Jährige engagiert sich seit elf Jahren freiwillig – als Mitarbeiterin in der Ludothek Wittenbach. «Ich bin von einer Kollegin, die damals ebenfalls in der Ludothek gearbeitet hat, darauf aufmerksam gemacht worden», sagt Susanne Rüesch. «Und als die Kinder älter wurden, hatte ich nebst der Familie und der Arbeit freie Zeit.»

Komplett ehrenamtlich

Seit acht Jahren ist Susanne Rüesch auch Präsidentin der Ludothek Wittenbach. «Ich war die, die <Ja> sagte, als meine Vorgängerin aufhörte», sagt sie und lacht. Sie habe das Amt jedoch nur angenommen, weil sie gewusst habe, dass man vom Team gut unterstützt werde. Momentan engagieren sich zwölf Frauen in der Ludothek Wittenbach. «Bezahlt wird bei uns niemand», sagt Präsidentin Susanne Rüesch. Trotzdem habe man zumindest in den vergangenen Jahren keine Probleme gehabt, Vakanzen zu füllen. «Es gab jedoch auch schon Zeiten, da dachte ich, wir müssten einen Antrag auf Entschädigungen stellen, um neue Teammitglieder zu finden.» Am Schluss hätten sie aber immer freiwillige Mitarbeiterinnen gefunden.

Begeisterung als Entschädigung

«Leuten eine Bezahlung anzubieten, hilft jedoch nicht unbedingt weiter», erklärt Susanne Rüesch. «Vielmehr muss der Geist stimmen.» Man müsse sich mit dem Team und der Sache identifizieren. Die Sache – die ist bei der Ludothek das Spielen. «Spielen ist für Kinder und eigentlich auch für Erwachsene extrem wichtig», ist sich Susanne Rüesch sicher. Darum müsse man dies auch fördern. «Und die Begeisterung der Kinder macht den Aufwand zumindest teilweise vergessen», schwärmt die Präsidentin. Darum habe sie auch nie an ihrem Engagement gezweifelt. (rhi)

Im Jahr der Freiwilligenarbeit geben wir einigen dieser zahlreichen Freiwilligen ein Gesicht. Was tun sie und warum leisten sie diese Arbeit?