Spielabbruch droht

Die Verkehrsüberwachung Schweiz Sicherheitsdienst Gubelmann AG ist seit April im Auftrag des Stadtrates unterwegs. Über 4500 verhängte Ordnungsbussen spülen entsprechend mehr Geld in die Parkkasse. Ursache dafür ist die schärfere Gangart bei Kontrollen.

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Die Verkehrsüberwachung Schweiz Sicherheitsdienst Gubelmann AG ist seit April im Auftrag des Stadtrates unterwegs. Über 4500 verhängte Ordnungsbussen spülen entsprechend mehr Geld in die Parkkasse. Ursache dafür ist die schärfere Gangart bei Kontrollen. Bis anhin war es vor allem an Wochenenden nämlich gängige Praxis, Parkgebühren aus Gewohnheit nicht zu bezahlen, weil die Ecken bekannt waren, an denen kein Bussenzettel drohte.

Mit dem Einsatz des Sicherheitsdienstes geht's nicht nur Falschparkierern vermehrt an den Kragen, auch Littering und Lärmemissionen werden gebüsst. Der Einsatz der privaten Sicherheitsleute wird in der Bevölkerung durchaus begrüsst, dies hat auch die Tagblatt-Umfrage (Ausgabe vom 17. September) an den Tag gebracht. Nicht immer, auch das hat die Umfrage bestätigt, treffen die Patrouillengänger den richtigen Ton. Wer beispielsweise beim Familienpicknick am Seeufer schon bei der Vorspeise aufgefordert wird, seinen «Abfall gefälligst wieder wegzuräumen», dem stösst der Hauptgang sauer auf.

Keinesfalls angebracht ist es aber auch, die Leute der Verkehrsüberwachung zu beleidigen, zu ignorieren oder, wie an der Löwenstrasse geschehen, gar zu bespucken. Um es im Fussballjargon zu sagen, beide Mannschaften müssen darauf achten, nicht zu viele rote Karten zu kassieren, sonst muss das Spiel womöglich abgebrochen werden.

Fakt ist: Der private Sicherheitsdienst ist auch Visitenkarte der Stadt. Ist er nicht in der Lage, seine Arbeit mit dem nötigen Fingerspitzengefühl zu erledigen, droht ein Austausch vor Spielende.

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

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