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Spiel und Spass am Ferienpass

Vor 17 Jahren aus einem Gespräch in der Badi entstanden – der Steinacher Ferienpass war und ist seit jeher heiss begehrt. Über 80 Kinder haben sich für einen oder mehrere der rund 40 Kurse angemeldet.
Fritz Heinze
Mit grosser Konzentration sind die Mädchen am Gestalten der Engel, bei der Auswahl der Farben und der Formgebung. (Bild: Fritz Heinze)

Mit grosser Konzentration sind die Mädchen am Gestalten der Engel, bei der Auswahl der Farben und der Formgebung. (Bild: Fritz Heinze)

In der laufenden Woche sind die Schülerinnen und Schüler in Sachen Ferienpass unterwegs. Wer nicht mit der Familie in den Urlaub fährt, nutzt dieses Angebot. Es bieten sich für alle Mädchen und Buben Kurse an, die ihren Neigungen entsprechen. Und das ist nicht erst heute so. Für Othmar Mäder, ehemaliger Lehrer in Steinach, ist der Rückblick auf die fast zwei Jahrzehnte dauernde Präsenz des Ferienpasses in den Herbstferien positiv in Erinnerung. «Die Schüler warteten jeweils förmlich auf die Informationen über den Ferienpass und bekundeten immer grosses Interesse daran», sagt er. Zu erwähnen sei aber auch, dass sich das organisierende Frauen-Team stets bemüht zeigte, sein Angebot immer wieder zu verbessern und dabei auch den daraus entstehenden Mehraufwand nicht scheute. Claudia Anliker aus Obersteinach gibt schon etliche Jahre im Rahmen des Ferienpasses Kurse im Glasfusing, einer Arbeit, die bei den Mädchen und sogar bei Buben gute Resonanz erfährt. Sieben Mädchen widmeten sich am diesjährigen Kurs diesem Thema. Mit grosser Konzentration und viel Kreativität widmeten sie sich während zweier Stunden der Herstellung und Gestaltung eines Engels und weiterer Figuren.

Überraschender Ansturm

Die Initiantin des Steinacher Ferienpasses, Andrea Näf, blickt ebenfalls erfreut auf die Anfänge dieser Organisation zurück, deren Gründung im Jahr 1999 erfolgte. Ihr war es ein Bedürfnis, etwas für jene Kinder zu organisieren, die im Herbst nicht in den Ferien sind. Sie erinnert sich: «Ein erstes Gespräch fand in der Badi unter Kolleginnen statt. Die Idee stiess auf offene Ohren. Zu fünft bildeten wir ein Organisationskomitee und es wurde auch gleich zur Tat geschritten.» Sie schilderte auch, wie sie mit der ersten Auflage des Ferienpasses ob dem Ansturm durch die Mädchen und Knaben höchst erstaunt und erfreut waren. Und nicht zu vergessen sei der Goodwill von der Gemeinde und den beiden Kirchgemeinden gewesen, die ihnen bei Bedarf die notwendigen Räumlichkeiten stets gratis zur Verfügung gestellt hätten.

Chronologisch lässt sich das Wachsen und der Werdegang des Ferienpasses allerdings nicht verfolgen. Wenn in der Gründerzeit das Ganze ohne Vereinsstrukturen funktionierte, so hat sich das bis heute nicht geändert. Oberstes Ziel war damals wie heute, den Kindern mit der Organisation der zahlreichen Veranstaltungen und Kurse Freude und Abwechslung zu bereiten. Protokolle schreiben und die Wahl eines Vorstandes lag den Beteiligten fern, Hauptsache die Arbeit klappte und wurde erledigt. Anita Oertle ist im heutigen Team der sieben Frauen die Person, bei der die Fäden zusammenlaufen. Sie betont indes, dass es für sie in diesem Jahr wichtig gewesen sei, auf den Ferienpass hin wieder ein komplettes Team zusammengebracht zu haben. «Tatsächlich ist es nicht einfach, genügend Frauen zu finden, die bei der Organisation mitmachen. Vier Sitzungen, einiges an Schreibarbeit, die Personen suchen und finden, die einen Kurs anbieten, und jeweils bei den einzelnen Kursen mit einem Mitglied präsent zu sein.» 83 Knaben und Mädchen haben sich dieses Jahr für einen oder mehrere Kurse eingeschrieben. «Wir sind zufrieden mit der Anzahl Anmeldungen für die über 40 verschiedenen Angebote», sagt Anita Oertle. Sie ist aber froh, dass der Ferienpass Jahr für Jahr auf zahlreiche Kursanbieterinnen und Anbieter zählen könne.

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